Mit Business Angel und Venture Capital zum Kapital

So verhelfen Business Angel und Venture Capital zu Kapital und Rat

Eine der wichtigsten Alternativen zur Bankfinanzierung ist die Kapitalbeschaffung über Business Angel oder über Venture Capital. In beiden Fällen steht neben der reinen Investition auch das Knowhow der Geldgeber im Mittelpunkt.

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Um an Gründungskapital zu gelangen, muss sich der angehende Unternehmer nicht unbedingt an eine Bank wenden oder ein Förderprogramm in Anspruch nehmen. Eine interessante Alternative sind Investitionen durch Business Angel oder durch Akteure im Bereich Venture Capital.

 

  Themenübersicht zu Business Angels und Venture Capital
1. Finanzierung von Gründungen durch beteiligte Investoren
2. Kapital in Verbindung mit Rat und Tat: Business Angel als Chance
3. Venture Capital - Risikokapital für innovative Unternehmen
4. Tipps und Ratschläge für den Weg zum optimalen Investor
5. [Infografik] Business-Angels und Inkubatoren mit Venture Capital
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Finanzierung von Gründungen durch beteiligte Investoren

Wenn Gründer und angehende Unternehmer sich eine Finanzierung durch eine Bank, durch Zuschüsse und Fördermittel oder durch Kredite aus dem persönlichen Umfeld beschaffen, dann ändert sich an ihrer Rolle als verantwortlicher Leiter eines eigenen Betriebes eigentlich nichts. Unter Umständen sind mit dem finanziellen Engagement von einzelnen Personen oder Institutionen vielleicht kleinere Bedingungen verbunden.

So ist es zum Beispiel möglich, dass eine finanzierende Bank regelmäßig betriebswirtschaftliche Auswertungen sehen möchte oder darauf besteht, dass ihr der direkte Zugriff auf Forderungen gegenüber Kunden gewährt wird. Im Rahmen der tagtäglichen Entscheidungen, die im Unternehmen getroffen werden müssen, spielen solche Geldgeber aber keine Rolle.

Anders sieht es aus, wenn man sich für eine Finanzierung per Venture Capital oder durch einen Business Angel entscheidet. Hierbei handelt es sich um Konzepte, bei denen sich der Geldgeber direkt am Zielunternehmen beteiligt und damit natürlich auch in gewissem Maße Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte erhält.

 

Das Venture Capital verschafft Kapital, heißt aber auch, Rechte abzutreten

In der Regel erfolgen solche Investitionen auf der Basis einer Kapitalerhöhung. Der Investor stellt einen bestimmten Betrag zur Verfügung, der unmittelbar in das Stammkapital des Unternehmens fließt. Hierfür erhält er einen fest vereinbarten Anteil am Unternehmen, dessen konkrete Höhe frei ausgehandelt werden kann.

Aus dieser Beteiligung und aus eventuell getroffenen zusätzlichen Vereinbarungen ergeben sich die künftigen Rechte und Pflichten des Geldgebers. Hier ist es zum Beispiel möglich, dass er bestimmten Rechtsgeschäften oder Entscheidungen zustimmen muss oder dass er ein Mitspracherecht in Bezug auf anstehende Investitionen hat. Darüber hinaus steht ihm natürlich auch die Möglichkeit zu, seinen Anteil zu verkaufen.

Hierdurch kann es dazu kommen, dass der Gründer plötzlich mit neuen Teilhabern konfrontiert ist, die nicht seinen Vorstellungen entsprechen. Es besteht allerdings die Möglichkeit, dieses Risiko zu minimieren, indem man mit einem entsprechenden Vorkaufsrecht für den Unternehmer arbeitet und ihm so im Fall des Falles die Möglichkeit einräumt, den zum Verkauf stehenden Anteil selbst zu erwerben, sofern ihm die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.

 


 

Kapital in Verbindung mit Rat und Tat: Business Angel als Chance

Von einem Business Angel spricht man immer dann, wenn eine vermögende Person sich dazu entscheidet, ihr Geld auf privatem Wege in ein Unternehmen oder ein Gründungsvorhaben zu investieren. Dabei verfolgen die meisten Business Angel eine eher langfristig orientierte Strategie und sind meist weder an kurzfristigen Gewinnen noch an schnellen Verkäufen von Anteilen interessiert.

Stattdessen wollen sie sich in vielen Fällen aktiv ins unternehmerische Geschehen einbringen. Die durchschnittliche Beteiligungsdauer liegt beim Business Angel bei vier bis sieben Jahren. Dabei ist er daran interessiert, möglichst früh in ein aufstrebendes Unternehmen zu investieren, um auf diese Weise in den Genuss von möglichst hohen Gewinnen zu kommen.

Oft handelt es sich bei dem Business Angel selbst um einen Unternehmer, der seine aktive Zeit bereits hinter sich hat. In seiner Rolle als Geldgeber versteht er sich zusätzlich auch als erfahrener Ratgeber und unterstützt den Unternehmer bei anstehenden Entscheidungen oder in Bezug auf die grundlegende strategische Ausrichtung des Betriebs. Häufig stellen Business Angel dabei auch ihre eigenen Netzwerke zur Verfügung, um dem Zielunternehmen zu interessanten strategischen Partnerschaften oder zu neuen Kunden zu verhelfen.

 

Hoffen, entdeckt zu werden, reicht meist nicht

Wie man sich leicht vorstellen kann, ist es nicht ganz einfach, einen Business Angel auf das eigene Unternehmen hinzuweisen und sich dort als lohnendes und interessantes Ziel für Investments zu empfehlen. Reine Glückssache ist es allerdings auch nicht, einem solchen Geldgeber zu begegnen. Business Angel sind nämlich bundesweit in eigenen Netzwerken organisiert und können auf diesem Wege direkt und bewusst kontaktiert werden.

Gründern und Unternehmern auf der Suche nach einem Business Angel ist dabei unbedingt zu empfehlen, dass sie mit einem belastbaren und seriösen Businessplan arbeiten und in der Lage dazu sind, ihr Vorhaben auf professionelle Weise zu präsentieren. Nur wenn diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind und zudem die Chemie zwischen den Beteiligten stimmt, stehen die Chancen, einen Business Angel vom eigenen Projekt zu überzeugen, sehr gut.

 

  Kapital in Verbindung mit Rat und Tat: Business Angel als ChanceWenn dein einziges Ziel ist reich zu werden wirst du es niemals erreichen.
John D. Rockefeller
 

 


 

Venture Capital - Risikokapital für innovative Unternehmen

Eine der Ursachen, warum es sich für Gründer und angehende Unternehmer auf den ersten Blick schwierig gestaltet, an Startkapital für ihr Vorhaben zu gelangen, besteht in der Unberechenbarkeit der Newcomer in Bezug auf ihre tatsächlichen Erfolgsaussichten. Schließlich könnte ja jeder zu einer Geschäftsbank gehen, dort ein atemberaubendes Erfolgskonzept vorstellen und von dem Geldinstitut einen satten Kredit in Empfang nehmen. Solange man noch nicht in der Lage ist, eine tatsächlich erfolgreiche Karriere als selbstständiger Unternehmer vorzuweisen, schlägt einem häufig ein hohes Maß an Misstrauen entgegen.

Genau an dieser Stelle kommt das sogenannte Venture Capital ins Spiel. Dieser Begriff kann mit Risiko- oder Wagniskapital übersetzt werden und bezieht sich auf eine besondere Form der Finanzierung von jungen Unternehmen. Der Geldgeber nimmt hierbei ganz bewusst das erhöhte Risiko in Kauf, das mit einer Investition in ein noch sehr junges Unternehmen verbunden ist. Im Gegenzug versucht er im Rahmen dieses Engagements einen besonders hohen Gewinn zu erzielen und verbessert seine Profit-Chancen dadurch, dass er gleichzeitig in mehrere Unternehmen investiert. So streut er das Risiko und kann davon ausgehen, zumindest einen Teil seiner Investitionen in die Profit-Zone zu begleiten.

Am größten ist das Interesse im Bereich Venture Capital an Unternehmen, die in sehr innovativen Bereichen tätig sind und bei denen man davon ausgehen kann, dass innerhalb von kurzer Zeit hohe Gewinne erzielt werden. Investiert wird dabei meistens während der ersten Wachstumsphase. Die Größenordnung der Beteiligung liegt nur selten unter 50.000 Euro und kann eine beträchtliche Höhe annehmen.

Die Geldgeber legen großen Wert darauf, in den verschiedenen Zielunternehmen einen starken Einfluss zu fordern und stellen zusätzlich mitunter auch Ressourcen, Knowhow oder Kontakte zur Verfügung, um die Erfolgschancen zu verbessern. Während der Zeit der Investition ist der Venture Capital-Geber nicht sonderlich stark an Gewinnbeteiligungen oder Dividenden interessiert. Stattdessen strebt er einen hohen Gewinn beim abschließenden Verkauf seiner Anteile am Ende der Investition an.

 


 

  Tipps und Ratschläge für den Weg zum optimalen Investor  

Tipps und Ratschläge für den Weg zum optimalen Investor

Einem Investor den Zugang zum eigenen Unternehmen einzuräumen, ist grundsätzlich damit verbunden, dem Geldgeber einen gewissen Einfluss auf die Führung der Geschäfte zu gewähren. Wem dieses Merkmal bewusst ist und wer optimal mit der damit verbundenen Einschränkung umgeht, dem eröffnet sich mit dem Zugriff auf Venture Capital oder Business Angel ein interessantes Potenzial. Die folgenden Tipps unterstützen Sie dabei, sich angemessen vorzubereiten, ob es für Sie in Frage kommt, einem Investor Zugang zu Ihrem Unternehmen zu gestatten. Außerdem sorgen unsere Ratschläge dafür, dass Ihnen Vorteile und Risiken dieser Finanzierungsform bewusst werden.

 

 

  Tipp 1: Ohne einen Verzicht auf Freiheit sind diese Modelle nicht möglich  

Ohne einen Verzicht auf Freiheit sind diese Modelle nicht möglich

Ein Gründer oder Unternehmer, der größten Wert auf seine persönliche Freiheit und Unabhängigkeit legt, wird sich kaum mit der Vorstellung anfreunden können, externen Investoren Zugang zu seinem Betrieb zu gewähren und damit einen Teil der Kontrolle über die geschäftlichen Abläufe abzugeben.

Es ist sehr wichtig, dass Sie sich vor einem entsprechenden Engagement völlig darüber im Klaren sind, dass Personen oder Institutionen, die sich an Ihrem Unternehmen beteiligen wollen, ganz eigene Ziele verfolgen und auch dementsprechend handeln werden. Nur wenn Sie dazu bereit sind, einen Teil Ihrer Unabhängigkeit aufzugeben, kann es sich bei diesem Finanzierungsmodell um eine interessante Option handeln.

 

 

  Tipp 2: Im Kontakt mit einem Business Angel muss die Chemie stimmen  

Im Kontakt mit einem Business Angel muss die Chemie stimmen

Das Verhältnis zwischen einem Business Angel und einem Gründungsvorhaben oder Unternehmen basiert auf dem persönlichen Kontakt zwischen dem Investor und dem Unternehmer. Dieser Kontakt kann nur dann funktionieren, wenn sich beide Parteien respektvoll begegnen und sich zumindest grundsätzlich sympathisch sind. Stimmt die Chemie zwischen Geldgeber und Gründer dagegen nicht, dann kann es schnell zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen und Störungen kommen.

Diese wirken sich nachteilig auf die geschäftliche Beziehung aus, vernichten interessante Synergien, die sich aus der Verbindung ergeben könnten und führen innerhalb von recht kurzer Zeit dazu, dass eine der Parteien massiv versuchen wird, die Verbindung zu stornieren. Achten Sie in Gesprächen mit potenziellen Beteiligungspartnern daher unbedingt auf ein gutes Einvernehmen.

 

 

  Tipp 3: Ziele der Investoren genau überprüfen  

Ziele der Investoren genau überprüfen

Wenn sich eine vermögende Person oder eine investitionsfähige Institution an einem Unternehmen beteiligt, dann geschieht dies grundsätzlich aus einer ganz bestimmten Zielsetzung heraus. Diese kann zum Beispiel auf der möglichst kurzfristigen Realisierung von hohen unternehmerischen Gewinnen, dem Versuch, ein Zielunternehmen an die Börse zu bringen, dem Ansinnen, den erworbenen Anteil möglichst schnell wieder zu veräußern oder aus einer angestrebten Erweiterung des eigenen strategischen Netzwerks bestehen.

Für Sie als Gründer und Unternehmer ist es von entscheidender Bedeutung, die exakte Zielsetzung des potenziellen Geldgebers so gut wie nur möglich zu kennen. Schließlich haben die individuellen Ziele des Investors einen entscheidenden Einfluss auf dessen mittel- und langfristiges Verhalten innerhalb Ihres Unternehmens. Verlassen Sie sich nicht allein auf Aussagen und Zusagen der in Frage kommenden Partner, sondern holen Sie eigene Erkundigungen ein und ziehen Sie Ihre Schlüsse daraus.

 

 

  Tipp 4: Klare Verhältnisse sorgen für Entspannung  

Klare Verhältnisse sorgen für Entspannung

Wie in vielen anderen geschäftlichen Belangen gilt auch in Bezug auf die Verbindung zwischen Unternehmern und Investoren, dass klare und geregelte Verhältnisse eine grundlegende Voraussetzung für eine lange und harmonische Zusammenarbeit bilden. Im Mittelpunkt sollte immer ein möglichst hohes Maß an gegenseitiger Offenheit stehen. Für Sie als Gründer oder Unternehmer bedeutet dies, dass Sie möglichst offen mit Ihren individuellen Wünschen, Bedürfnissen und Forderungen umgehen sollten.

Scheuen Sie nicht davor zurück, den potenziellen Investoren ganz genau zu sagen, was Sie sich wünschen und was Sie von der Zusammenarbeit erwarten. Bedenken Sie, dass es keinen Sinn macht, wenn Sie innerhalb der Erstgespräche einen Eindruck erwecken, den Sie auf längere Sicht gar nicht erfüllen können.

 

 

  Tipp 5: Eine langfristige Perspektive bildet den Wegweiser für Gründer  

Eine langfristige Perspektive bildet den Wegweiser für Gründer

Wenn Gründer oder Unternehmer in der Situation sind, dass sie nach einem externen Investor suchen müssen, dann blicken sie oft sorgenvoll auf die längerfristigen Ziele, die das Verhalten der Geldgeber bestimmen und steuern. Vor lauter Argwohn in Bezug auf die Intentionen der potenziellen Partner sollten Sie es aber nicht versäumen, auch Ihre eigenen längerfristigen Ziele und Perspektiven klar zu definieren.

Wollen Sie eine Kooperation mit dem Investor langfristig eingehen, versprechen Sie sich von der Beteiligung auch nachhaltig strategische Vorteile oder sind Sie lediglich auf der Suche nach einem Geldgeber, der Ihnen kurzfristig einen anstehenden Entwicklungsschritt finanziert und den Sie anschließend so schnell wie möglich wieder loswerden wollen? Klären Sie für sich selbst unbedingt Ihre eigenen Ziele und Perspektiven und machen Sie diese zur Grundlage Ihrer Suche nach Investoren.

 


 

[Infografik] Business-Angels und Inkubatoren mit Venture Capital

Wenn es um einen größeren Finanzierungsbedarf handelt, dann setzen Gründer und angehende Unternehmer auf die Gewinnung professioneller Investoren. Sogenannte Inkubatoren haben sich darauf spezialisiert, in einer frühen Phase in interessante Gründungen zu investieren, um kurzfristig von einem starken Wachstum zu profitieren. Alternativ kommen aber auch sogenannte Business-Angels zum Einsatz. Hierbei handelt es sich meist um erfahrene Unternehmerpersönlichkeiten, die Spaß und Interesse daran haben, ihre Erfahrungen, Wissen und auch ihr Geld an junge Unternehmen weiterzugeben und diese in der Startphase tatkräftig zu unterstützen.    (Quelle: BVK-Statistik)

  Business-Angels und Inkubatoren mit Venture Capital  

 


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