[Video] Penguin 2.0: Die nächste Generation des Google-Updates

Als nächste Generation kündigte Googles Antiwebspam-Chefentwickler Matt Cutts auf Twitter vor kurzem das bevorstehende Penguin Update an. Dass das nunmehr vierte Update durch Cutts als Penguin 2.0 und nicht als Version 4 des Webspam-Bekämpfers betitelt wurde, sorgte für etwas Verwirrung in der SEO-Welt. Doch lässt sich dieser Umstand auf die Google-interne Referenzierung der bisherigen Releases als Penguin 1.0, 1.1 und 1.2 zurückführen, wie Cutts auf Twitter klarstellte. Doch ist nun mit der Version 2.0, der nächsten Generation, mit einschneidenden Veränderungen im Bereich SEO zu rechnen?

Die nächste Generation des Penguin Updates

Zur Historie der Google Penguin Updates

Das im April 2012 erstmals ausgerollte Penguin Update (1.0) sollte den Google Suchalgorithmus dahingehend erweitern, dass Blackhat-Webspammer und solche Seitenbetreiber, die ihr Ranking durch Methoden zu verbessern versuchen, die gegen Googles Qualitäts-Richtlinien verstoßen, besser erkannt und in der Folge im Ranking abgestraft werden. Man schätzte, dass sich dieses Update auf rund 3,1% der Suchmaschinenanfragen auswirken würde. Schon im Mai 2012 folgte mit Penguin 1.1 eine Verfeinerung des Updates, die nach Googles Schätzungen jedoch weniger als 0,1% der englischsprachigen Suchanfragen betreffen sollte. Im Oktober letzten Jahres legte Google dann nochmals nach. Penguin 1.2 sollte rund 0,3-0,4% der Suchanfragen verschiedener Sprachen betreffen.

Wie Namen sind auch Nummern oft nur Schall und Rauch. Ob man nun von Penguin 1,2,3 und 4 oder 1.0, 1.1, 1.2 und 2.0 spricht, überlässt Matt Cutts jedem selbst. Solche Nummerierungen sind zwar einprägsam, können sich aber auch schnell wieder ändern, wie schon die mittlerweile mehr als 20 Releases des Panda Updates gezeigt haben. Viel interessanter ist die Frage, welche Veränderungen das neue Penguin Update mit sich bringt.

Die nächste Generation

Wie Matt Cutts in einem YouTube-Video erklärt, wird auch die Qualität des Contents weiterhin entscheidend dafür sein, wie hochwertig Google eine Webseite einschätzt. Das neueste Update soll laut Cutts tiefgreifender sein und stärkere Auswirkungen auf die Suchergebnisse haben als die ursprüngliche Penguin-Version. Google will unter anderem die sogenannten Advertorials genauer unter die Lupe nehmen, also Werbetexte, die oft nicht explizit als solche gekennzeichnet  sind, sondern den Anschein eines redaktionellen Beitrages erwecken. Advertorials stellen nach Googles Ansicht nicht per se ein Problem dar, doch sollten Sie im Sinne der Qualitätsrichtlinien dem Website-Besucher zum einen klar zu erkennen geben, dass es sich dabei um einen bezahlten Beitrag handelt und zum anderen sollten sie nicht zu dem Zweck veröffentlicht werden, durch ausgehende Links PageRank der von verlinkenden Seite weiterzugeben. Auch das bloße Spammen von Links, was täglich auf verschiedenste Weisen wie Twitter-Nachrichten oder Blog-Kommentare erfolgt, soll durch das neue Penguin Update an Effektivität verlieren. Auf dem Plan steht außerdem ein ausgeklügelteres System zur Linkanalyse, das jedoch noch in den Kinderschuhen steckt. Darüber hinaus will Google gehackte Webseiten stärker ins Visier nehmen: Zum einen soll in naher Zukunft eine Erweiterung zur besseren Erkennung solcher Seiten ausgerollt werden und zum anderen will man eine bessere Kommunikation mit den Webmastern gehackter Seiten aufbauen, um sie mit Informationen zur besseren Bereinigung ihrer Seiten von Malware versorgen zu können. Natürlich hält Matt Cutts sich insgesamt mit näheren Details zurück, doch darf man sicher auf die kommenden Wochen gespannt sein.

Was Sie aus dem Video jedoch als zentrale Aussage mitnehmen können, ist: Sie müssen sich keine Sorgen über Veränderungen des Google Suchalgorithmus machen, wenn Sie auch bisher schon den Fokus auf hochwertigen Content gelegt haben. Wenn Sie sich bislang jedoch häufig in Blackhat-Foren aufgehalten und Spamming-Tipps ausgetauscht (und natürlich auch angewendet) haben, könnte Sie die nächste Generation des Antispam-Penguins schon eher treffen.

 

Matt Cutts zum Penguin Update 2.0 bzw. 4

Video: Penguin 2.0 die nächste Generation des Google-Updates | internethandel-Blog

 

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.