Social Media-Marketing-Report 2013: Diese Plattformen haben die Nase vorn

Social Media-Marketing ist heute zunehmend eine Selbstverständlichkeit für viele Online-Händler. Schließlich weiß man genau, dass potenzielle Zielgruppen viel Zeit in den sozialen Netzen verbringen. Doch welche Plattformen lohnen sich für Shop-Betreiber wirklich und wie setzen die führenden Marketingverantwortlichen das Social Media-Marketing konkret ein? Dieser Artikel gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Social Media Marketing Report 2013

Aktuelle Studie belegt: Ohne die sozialen Netze geht nichts mehr

Das US-amerikanische Blog „Social Media Examiner“ hat in diesem Jahr bereits zum fünften Mal seinen „Social Media-Marketing-Report“ veröffentlicht. Hierzu wurden insgesamt über 3000 Marketingverantwortliche darüber befragt, wie sie die sozialen Netze zum Erreichen unternehmerischer Ziele nutzen und welche diesbezüglichen Aktivitäten sie für die Zukunft planen. Der Bericht bietet interessante Einblicke in die wachsende Bedeutung des sozialen Marketings und zeigt dabei vor allem auch, welche konkreten Ziele die verschiedenen Manager mit ihrem Engagement bei Facebook, Twitter & Co. verfolgen.

Eines vorab: Das Social Media-Marketing ist heute aus dem Marketing-Mix erfolgreicher Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Die Untersuchung belegt, dass mittlerweile 97 Prozent der Befragten entsprechende Aktivitäten pflegen. Und 86 Prozent beurteilen dies als  sehr wichtig für ihr Geschäft.

89 Prozent der Marketingverantwortlichen beabsichtigen mit dem Social Media-Marketing ihre Sichtbarkeit im Web zu erhöhen. 75 Prozent versprechen sich mehr Traffic auf ihren Web-Seiten. Für 69 Prozent erbringen die Aktivitäten innerhalb der sozialen Netze Erkenntnisse über die Märkte, während 65 Prozent die Plattformen einsetzen, um mehr Anhänger für ihre Marken zu finden. Bei 61 Prozent der Befragten geht es um die Generierung von Leads. 58 Prozent wollen ihr Ranking bei den Suchmaschinen verbessern und für 43 Prozent steht das Erreichen höherer Umsätze im Vordergrund.

Man erkennt also: Die Zielsetzungen, mit denen das Social Media-Marketing verbunden ist, sind vielfältig und breit gefächert. Ohne Frage handelt es sich um ein ebenso flexibles wie leistungsfähiges Instrument, mit dessen Hilfe sich die unterschiedlichsten unternehmerischen Ziele erreichen lassen.

Kein Weg geht an Facebook vorbei

Eine der interessantesten Erkenntnisse aus der Untersuchung ist das Ranking der verschiedenen sozialen Netze. Gefragt wurde, welche Plattformen von den Marketingverantwortlichen genutzt werden und das Ergebnis ist eindeutig.

Mit respektablen 92 Prozent belegt hier Facebook den ersten Platz. Erst mit einem gewissen Abstand folgt dann Twitter mit 80 Prozent. Das Business-Netzwerk LinkedIn belegt im Ranking den dritten Platz. Es wird insgesamt bereits von 70 Prozent der Befragten genutzt. Direkt dahinter folgen Aktivitäten in Unternehmensblogs. Diese werden mittlerweile von 58 Prozent der Marketingverantwortlichen genutzt, um unternehmerische Ziele zu erreichen.

Weitere drei Plattformen spielen in Sachen Social Media-Marketing ebenfalls eine wichtige Rolle: Hierbei handelt es sich um YouTube (genutzt von 56 Prozent der Befragten), Google+ (42 Prozent) und Pinterest (41 Prozent). Weit abgeschlagen folgen dann Plattformen zum Austausch von Fotos, wie zum Beispiel Instagram. Lediglich 18 Prozent der Befragten wurden hier aktiv. 16 Prozent der Marketer engagieren sich in Internet-Foren und 11 Prozent in speziellen Geo-Location-Diensten, wie Foursquare, Yelp und Qype. Die früher einmal recht wichtigen Bookmarking-Dienste spielen mit nur noch 10 Prozent fast keine Rolle mehr.

Die Zahlen überraschen insgesamt nicht sonderlich. Man hätte wohl erwartet, dass Facebook und Twitter hier die ersten Plätze belegen. Die gute Positionierung von LinkedIn zeigt deutlich, dass es sich um eine Studie aus den USA handelt. Hierzulande ist das soziale Netz bisher noch nicht sonderlich populär, was sich in naher Zukunft sicher ändern wird. Bemerkenswert ist das große Interesse der Marketingverantwortlichen an Blogs. Hierbei handelt es sich noch um einen vergleichsweise neuen Trend, der sich aber, vor allem im Zuge der starken Konzentration auf Content, deutlich im Vormarsch befindet. Und zumindest für eine kleine Überraschung sorgte das gute Abschneiden von Google+. Da der Dienst noch sehr neu ist, kann die Positionierung auf Platz sechs im Ranking durchaus beeindrucken.


Genutzte Social Media-Plattform

Quelle: socialmediaexaminer.com - 2013 Social Media Marketing Industry Report

Von Unternehmen genutzte Social Media-PlattformenQuelle: socialmediaexaminer.com – 2013 Social Media Marketing Industry Report
 

Die Messbarkeit der Ergebnisse ist problematisch

Als Shop-Betreiber möchte man natürlich wissen, was genau die Aktivitäten des Social Media-Marketings bringen. Hier zeigt die Untersuchung einen bisherigen Schwachpunkt der Nutzung sozialer Plattformen. Nur 26 Prozent der Befragten sind nämlich nach eigenen Angeben dazu in der Lage, den Return on Invest (RoI) zu messen. Der Begriff beschreibt Modelle zur Berechnung der Rendite einer unternehmerischen Tätigkeit. Einfacher gesprochen geht es also darum, wie viel zusätzlichen Umsatz man durch eine Investition in Social Media-Marketing erreicht.

Dementsprechend beschäftigen sich auch 87 Prozent der Marketingverantwortlichen mit der Frage nach Möglichkeiten zur Messung des RoI. 90 Prozent der Befragten interessieren sich für Taktiken, die im Social Media-Marketing besonders gut funktionieren, während 88 Prozent gerne wissen würden, wie sich das Engagement der Internetnutzer innerhalb der sozialen Netze erhöhen lässt. Und immerhin 83 Prozent stehen vor der Frage, wie sie selber eine erfolgreiche Marketing-Strategie für die sozialen Plattformen entwickeln können.

Insgesamt kann man erkennen, dass die Einbeziehung des Social Media-Marketings inzwischen unverzichtbar geworden ist und dass sich die meisten Marketer neben Facebook, Twitter, LinkedIn, YouTube und Google+ auch mit Blogs beschäftigen. Die Schwachstelle in diesem Marketingbereich ist nach wie vor die eingeschränkte Möglichkeit, die konkreten Ergebnisse des eigenen Engagements zu messen.

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.