Die Online-Wachstumsbranchen im ersten Quartal 2013

Betrachtet man die aktuellen Quartalszahlen der Versandhandelsbranche, dann kommt kein Zweifel daran auf, dass wir es hier nach wie vor mit einem der Wachstumsmotoren der deutschen Wirtschaft zu tun haben. Wir sagen Ihnen, wie sich der Online-Handel gegenüber dem klassischen Versandhandel entwickelt hat und welche Produktbereiche die Nase vorn haben.

Top-Online-Wachstumsbranche: Schuhe und Bekleidung

Der Online-Handel bestimmt das Versandgeschäft

Die aktuellen Zahlen sind noch ganz frisch: Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) hat soeben seine Auswertung zum ersten Quartal 2013 veröffentlicht und damit belegt, dass sich ein langfristiger Trend weiter fortsetzt. Insgesamt hat die deutsche Versandhandelsbranche in den ersten drei Monaten des Jahres bereits rund 10,7 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht, verglichen mit dem Vorjahr, einer Steigerung von satten 19,4 Prozent.

Noch spektakulärer: Der Anteil der Online-Händler am Gesamtergebnis erreicht mit 8,7 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert und beträgt somit bereits 82 Prozent des Branchenumsatzes. Im ersten Quartal 2012 lag der Anteil noch bei lediglich 71 Prozent. Der E-Commerce alleine betrachtet konnte sich somit, wiederum im Vergleich zum Vorjahr, um 37 Prozent verbessern. Eine Steigerung, die in der gesamten Wirtschaft ohne Beispiel ist.

Die Gewinner des Wachstums: Diese Produktbereiche liegen weit vorne

Besonders interessant für Online-Händler ist dabei die Frage, welche Einzelbranchen vor allem von dem ausgeprägten Wachstumstrend profitieren konnten. Gemessen am absoluten Umsatz rangiert hier nach wie vor der Bereich Bekleidung und Schuhe auf dem ersten Platz. Die Händler können mit ganzen 3,3 Milliarden Euro den Löwenanteil für sich beanspruchen, wenngleich das Wachstum der Teilbranche bei gerade einmal drei Prozent liegt.

Deutlich sportlicher konnte sich dagegen der Handelsbereich Bücher, Bild- und Tonträger entwickeln. Mit einem Gesamtumsatz von 1,9 Milliarden Euro landet dieses Segment auf dem zweiten Platz. Allerdings haben sich die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 121 Prozent gesteigert. Leichte Abstriche mussten die Verkäufer von Unterhaltungselektronik und anderen Elektronikartikeln hinnehmen. Im Vergleich zu 2012 verlor die Branche rund sieben Prozent, erreicht aber mit 939 Millionen Euro immer noch den dritten Platz unter den Besten der Branche.

Interessant ist die Entwicklung bei den Anbietern von Haushaltsgeräten und Haushaltswaren. Das Segment wuchs um 48 Prozent und trägt mit insgesamt 664 Millionen Euro zum Gesamtumsatz im E-Commerce bei. Ähnlich ist die Situation bei den Händlern, die sich mit Hobby- und Freizeitartikeln beschäftigen. Auch hier wurde ein Plus von 32 Prozent auf insgesamt 390 Millionen Euro erreicht.

Etwas weiter abgeschlagen aber dennoch sehr deutlich auf Wachstumskurs positioniert sich der Handel mit Drogerie-Artikeln, Kosmetik und Parfum. Der Beauty-Bereich kann auf einen Quartalsumsatz von 305 Millionen Euro verweisen und steht damit sehr gut da. Und auch im Handelsbereich Heimtierbedarf ist Bewegung: Die Branche wächst auf 200 Millionen Euro und präsentiert sich damit als besonders lukratives Handelssegment.

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.