Gezielte Kampagnenoptimierung im Online-Shop

Sie kennen es wahrscheinlich selbst – Sie geben viel Geld für die Gestaltung von Bannern, das Texten von Newslettern und andere Aktionen aus – oftmals gehen diese Werbemaßnahmen dann aber im Online-Shop unter. Was für eine vergeudete Chance! Mit gezielten Optimierungen bleiben Ihre Kampagnen immer im Blickfeld Ihrer Kunden und regen diese zu weiteren Einkäufen an!

Gezielte Kampagnenoptimierung im Online-Shop

Nutzen Sie Promotions aktiv in der Suche im Online-Shop

Promotions regen die Besucher eines Online-Shops zum Kauf von neuen Produkten oder Aktionsartikeln an. Diese können gezielt für Cross- und Up-Selling eingesetzt werden, um dem Kunden Zubehörartikel oder hochwertigere Produkte zu verkaufen.

Obwohl die meisten Online-Shops Promotions auf der Startseite und in Newsletter-Kampagnen einsetzen, verschwinden diese meistens, sobald sich ein Besucher im Online-Shop weiternavigiert. Durch den Einsatz von Promotion-Bannern innerhalb der Suche und Navigation können Produkte, Produktgruppen und Sonderaktionen auch innerhalb der Produktseiten gezielt beworben werden.

Nutzen Sie Kampagnen auch gezielt in der Suche

Nutzen Sie Kampagnen auch gezielt in der Suche

Platzieren Sie Ihre stärksten Artikel prominent

Jeder Online-Shop-Betreiber hat Artikel in seinem Sortiment, die er gerne höher in den Suchergebnissen platzieren möchte, sei es, weil es sich dabei um Eigenmarken handelt, oder um Produkte mit hoher Marge. Hier gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, Produkte besser zu platzieren:

  • Product Placement: Definieren Sie die Platzierung von einzelnen Produkten zu speziellen Suchbegriffen. Legen Sie Ihre stärksten Produkte so fest, dass Sie bei bestimmten Suchanfragen an gewissen Positionen angezeigt werden – um deren Abverkauf noch weiter zu steigern!
  • Pushen von ganzen Artikelgruppen, Marken und Sortimenten: Kampagnenbegleitend sollte ein Shopbetreiber also genau diese Artikel höher ranken. So können zum Beispiel alle Jacken einer bestimmten Marke und sämtliche Hosen einer gewissen Kategorie gepusht werden. Von Vorteil ist diese Funktion etwa dann, wenn man Eigenmarken in den Suchergebnissen weiter oben anzeigen will oder wenn Marken im Abverkauf sind.

Leiten Sie Ihre Kunden auf verkaufsstarke Landingpages oder spezielle Zielseiten

Auch Sucheingaben wie „AGB“ oder „Weihnachten“ müssen Treffer finden. Durch Landingpages erhalten Online-Shop-Betreiber die Möglichkeit, für definierte Keywords anstatt der Suchergebnisse eine von Ihnen eingerichtete Seite anzeigen zu lassen oder auf eine Kategorie zu verlinken. Dies empfiehlt sich vor allem für Suchbegriffe, für die es keine Produkte, wohl aber eine eigene Seite gibt, wie z. B. „AGB“ oder „Impressum“. Der Einsatz von Landingpages bietet sich auch für saisonale Artikel an, z. B. wenn nach „Muttertag“, „Weihnachten“ oder „Silvester“ gesucht wird.

Es sollte darauf geachtet werden, dass diese Landingpages bereits in der Autocomplete als Zielseiten angezeigt und hervorgehoben werden.

7 Kennzahlen zur Erkennung Ihres ganzen Potenzials

Um das ganze Potenzial Ihres Online-Shops zu erkennen, ist es wichtig, die richtigen Kennzahlen zu analysieren und zu verstehen. Der Einsatz eines Tools wie Google Analytics, oder Ähnlichem ist hier unumgänglich.

Folgende 7 Kennzahlen sollten Sie in Ihrem Online-Shop überprüfen:

1. Kennzahl: Conversion-Rate:

Es ist ein bekanntes Problem: Sie locken mit Kampagnen und Werbung die Besucher in Ihren Online-Shop, doch diese verlassen ihn wieder, ohne etwas gekauft zu haben. Die Conversion-Rate bezeichnet den Prozentsatz der Besucher in Ihrem Shop, die auch zu Kunden werden. Analysieren Sie, wie viele Ihrer Besucher wirklich kaufen!

Überprüfen Sie die Conversion-Rate in Ihrem Online-Shop

Überprüfen Sie die Conversion-Rate in Ihrem Online-Shop

2. Kennzahl: Conversion-Rate in der Suche

Überprüfen Sie auch die Conversion Rate der Besucher, welche die Suchfunktion im Online-Shop nutzen. Da diese gezielter vorgehen, und bereits wissen, was sie suchen, werden Sie Unterschiede zwischen den beiden Kennzahlen bemerken.

3. Kennzahl: Durchschnittlicher Warenkorb

Wenn Sie den durchschnittlichen Warenkorb Ihrer Kunden ansehen, werden Sie einen deutlichen Unterschied zwischen jenen, die die Suche verwenden, und jenen, die über die Kategorien suchen, erkennen. Denn: Besucher, die über die Suche im Shop gleich das Produkt finden, das sie suchen, werden auch angeregt, weitere Produkte zu kaufen.

Wie hoch ist Ihr durchschnittlicher Warenkorb im Shop?

Wie hoch ist Ihr durchschnittlicher Warenkorb im Shop?

4. Kennzahl: Verweildauer im Online-Shop

Wie lange bleiben Ihre Besucher im Online-Shop? Bleiben Ihre Kunden auch nach der Bestellung noch weiter im Shop, um sich umzusehen, oder verlassen Sie den Shop vor der Bestellung?

Überprüfen Sie, wie lange die Besucher in Ihrem Shop bleiben

Überprüfen Sie, wie lange die Besucher in Ihrem Shop bleiben

5. Kennzahl: Häufigkeit der No-Result-Seite

Überprüfen Sie, wie häufig und bei welchen Suchbegriffen in Ihrem Shop auf die No-Result-Seite geleitet wird. So erkennen Sie Trends aber auch Eingabemuster Ihrer Kunden und können daraus enormes Verbesserungspotenzial schöpfen!

6. Kennzahl: Relevanz der Ergebnisse

Versetzen Sie sich in Ihren Kunden und suchen Sie in Ihrem Shop nach Ihren Top 50 Suchbegriffen – Bei wie vielen Suchanfragen kommen genau die Artikel an die ersten Stellen, die Sie erwarten würden?

7. Kennzahl: Vollständigkeit der Ergebnisse

Werden bei den Suchergebnissen Ihrer Top 50 Suchbegriffe auch alle Artikel angezeigt, die Sie dazu im Sortiment haben, oder handelt es sich nur um eine Teilmenge? Wie viele der Top 50 Anfragen liefern vollständige Ergebnislisten?

 

Über den Autor

Gastautor Matthias Heimbeck

Artikel des Autors

Matthias Heimbeck ist Gründer und Geschäftsführer der FINDOLOGIC GmbH, einem Spin-Off der Universität Salzburg. Nach seinem Studium der angewandten Informatik startete er seine berufliche Laufbahn über das akademische Gründerzentrum "Business Creation Center Salzburg" (BCCS) und machte dazu einen international executive MBA. Daneben ist er als Vortragender bei Fachveranstaltungen zum Thema Suchtechnologien und Conversion-Rate tätig.