Die 5 häufigsten Fehler bei der Onpage-Optimierung

Eine professionelle Onpage-Optimierung bildet den Schlüssel zu einem optimalen Ranking bei den Suchmaschinen. Ein Blick in die Praxis zeigt allerdings, dass vielen Seitenbetreibern eklatante Fehler unterlaufen, die teilweise mit schwerwiegenden Folgen verbunden sind. Wir zeigen Ihnen die häufigsten Fehler in diesem Bereich und erklären, wie man sie vermeiden kann.

Onpage-Optimierung

Die Bedeutung der Onpage-Optimierung für Online-Händler

Für Online-Händler gehört die Suchmaschinenoptimierung zu den wichtigsten Bestandteilen einer wirksamen Online-Marketing-Strategie. Ein gutes Ranking bei Google & Co. sorgt dauerhaft für einen hohen Zustrom an neuen Besuchern und eröffnet damit gleichsam die Chance auf interessante Umsätze. Zwar lässt sich ein vergleichbarer Effekt auch durch den Einsatz von gebuchter Werbung auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen erreichen. Dieser hält allerdings immer nur solange an, wie entsprechende Anzeigen gebucht und auch bezahlt werden. Die Kosten für Werbung innerhalb der wichtigen Suchmaschinen sind dabei sehr hoch.

Deutlich besser ist es daher, die eigenen Online-Seiten für das Ranking bei den Suchmaschinen zu optimieren. Dazu muss zwar auch ein bestimmter Aufwand betrieben werden. Die Position, die man sich durch entsprechende Aktivitäten erarbeitet, bleibt dafür allerdings auch für eine gewisse Zeit erhalten und kann durch regelmäßige Pflege und Aktualisierung zum dauerhaften Erfolgsfaktor für das eigene Unternehmen entwickelt werden.

Im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung (SEO) unterscheidet man vor allem zwischen zwei verschiedenen Formen. Hierbei handelt es sich zum einen um die Onpage- und zum anderen um die Offpage-Optimierung. Die Onpage-Optimierung umfasst alle inhaltlichen Veränderungen auf den eigenen Shop-Seiten, während man von Offpage-Optimierung spricht, wenn sich die Maßnahmen außerhalb der eigenen Site abspielen. Onpage kümmert man sich dabei vor allem um die eigentlichen Inhalte, Platzierung von Keywords, sinnvolle Formatierung der eigenen Texte, Berücksichtigung der Meta-Tags und die interne Verlinkung. Offpage steht der sogenannte Linkaufbau zwischen der eigenen und verschiedenen externen Seiten im Vordergrund.

Fehler bei der Optimierung können weitreichende Folgen haben

Fehler bei der Onpage-Optimierung treffen den Shop-Betreiber direkt auf zweifache Weise. Zum einen geht der Nutzen verloren, der ursprünglich mit der jeweiligen Maßnahme verbunden war. Dies ist ärgerlich, da man schließlich ein gewisses Maß an Zeit und Arbeit investiert hat, um gegenüber Google & Co. ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Zum anderen – dieser Nachteil wirkt noch deutlich schwerer – können Fehler bei der Onpage-Optimierung zur Abwertung einzelner Seiten oder sogar der gesamten Shop-Page führen. Die Folge ist eine Verschlechterung des Rankings, die mit abnehmenden Besucherzahlen und dadurch letztlich auch mit sinkenden Umsätzen verbunden sein kann.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, bei allen Aktivitäten in Sachen Onpage-Optimierung schwerwiegende und folgenreiche Fehler unbedingt zu vermeiden. Dies bedingt allerdings ein gewisses Fachwissen, ohne das ein Shop-Betreiber ständig Gefahr läuft, sein eigenes Ranking unbeabsichtigt zu verschlechtern. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bildet entweder die intensive Beschäftigung mit den Grundlagen der Optimierung eigener Seiten für die Suchmaschinen oder die Beauftragung eines versierten Spezialisten, der sich gewissenhaft um die Onpage- und Offpage-Optimierung kümmert. Erschwerend kommt hier übrigens hinzu, dass sich die Methoden, mit denen zum Beispiel Google das Ranking von Internetseiten ermittelt, regelmäßig verändern. Hier gilt es also, stets auf dem Laufenden zu bleiben, wenn man nicht riskieren möchte, seine Marktchancen unbeabsichtigt zu verschlechtern.

Shop-Betreibern, die sich selber mit der qualifizierten Onpage-Optimierung beschäftigen wollen, helfen die folgenden 5 Abschnitte bei der Vermeidung der häufigsten Fehler. Hierbei werden nicht nur die eigentlichen Fehlerquellen beschrieben und erläutert, sondern auch Strategien vorgestellt, mit denen sich diese vermeiden lassen.

Fehler 1: Doppelte Inhalte durch Session-IDs

In Online-Shops werden häufig Session-IDs eingesetzt, um Besucher besser tracken zu können. Diese bergen allerdings in Bezug auf die Onpage-Optimierung ein großes Risiko, wenn zunächst statische URLs eingesetzt werden, denen zur Unterscheidung der verschiedenen Nutzer eine Session-ID angehängt wird. Hier wittert Google doppelte Inhalte und wertet die entsprechende Seite unter Umständen empfindlich ab. Einen Ausweg auf dem Dilemma bieten sogenannte Canonical-Tags, die Seiten mit Session-IDs einen Hinweis auf die eigentliche Ursprungsseite hinzufügen.

Fehler 2: Doppelter Content durch ähnliche Inhalte

Doppelter Content ist allerdings nicht nur ein Problem, wenn mit Session-IDs gearbeitet wird. Hierzu kann es ebenso kommen, wenn Shop-Betreiber im Bereich von Produkt- oder Kategorieseiten ähnliche oder identische Strukturen, Elemente und Inhalte einsetzen. Stellt Google fest, dass eine Seite hierdurch keinen eigenständigen Mehrwert für den Besucher hat, dann kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Abwertung. Die einzige Möglichkeit, diesem Problem wirksam zu begegnen, besteht darin, identische Seiten ausfindig zu machen und um eigenständige Texte und Inhalte zu ergänzen.

Fehler 3: Server-Performance

Seit einiger Zeit bildet die Ladezeit einer Seite einen wichtigen Faktor für die Bewertung durch Google und andere Suchmaschinen. Also einfache Regel gilt hier: Je schneller ein Server auf Seitenaufrufe reagiert, desto mehr Seiten kann die Suchmaschine indexieren. Die Ladezeit hängt dabei sowohl von der Größe der zu übermittelnden Daten als auch von der Performance des Servers ab. Beide Faktoren muss man als Shop-Betreiber sorgfältig im Auge behalten und, wenn es hier zu Einschränkungen kommt, schnellstmöglich eingreifen.

Fehler 4: Doppelte Meta-Tags

Die Auswertung von Meta-Tags, hier vor allem „Title“ und „Description“ spielen bei der Bewertung durch Google keine oder keine sonderliche Rolle mehr. Allerdings werden aus den Texten in den beiden Tags die Kurzbeschreibungen einer Seite auf den Ergebnislisten der Suchmaschinen generiert. Diese wiederum haben einen sehr großen Einfluss auf das konkrete Klickverhalten potenzieller Besucher. Problematisch wirkt sich hier aus, dass bei vielen Shop-Systemen der Title- und der Description-Tag automatisch generiert werden. Das mag zwar auf den ersten Blick entlastend wirken, führt aber im Ergebnis zu identischen Einträgen bei den Suchmaschinen. Gewährleisten Sie eine individuelle Erstellung der relevanten Tags und führen Sie sich immer vor Augen, dass diese einen großen Einfluss auf die Besucherquote im Shop haben.

Fehler 5: Verwaiste Seiten

Von verwaisten Seiten spricht man immer dann, wenn eine bestimmte Seite innerhalb des Shop-Auftrittes nicht durch einen Link zu erreichen ist. Dies kann schnell passieren, wenn das eingesetzte Shop-System dynamische Shop-URLs erzeugt, die nicht mit den übrigen Seiten verlinkt werden. Die Struktur der eigenen Site wird mit der Zeit immer größer, während Google immer weniger Seiten erreichen kann. Ist die Suchmaschine nicht in der Lage, eine bestimmte Seite über eine Verlinkung zu erreichen, so bleibt diese unberücksichtigt und für die Suchmaschinenoptimierung nutzlos. Setzen Sie als Gegenmaßnahme spezielle Kategorie- und Archivseiten ein, um zu gewährleisten, dass jede Seite zumindest über einen Link erreicht werden kann.

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.