Vorschau 2014: Das erwartet die E-Commerce-Branche in diesem Jahr

Das neue Jahr ist gerade einige Tage alt und wahrscheinlich haben Sie bereits die ersten guten Vorsätze über Bord geworfen. Als Online-Händler sollten Sie sich jetzt aber zumindest mit einem wichtigen Thema beschäftigen: Was erwartet die E-Commerce-Branche eigentlich vom kommenden Jahr und wie wird die allgemeine Stimmung an den Märkten sein? Wir haben für Sie nachgeforscht und bieten Ihnen eine ultimative Vorschau auf die kommenden 12 Monate.


Die Stimmung ist gut, aber gegenüber 2013 leicht gedämpft

Bereits im November 2013 hat die Become Europe GmbH mehr als 1.000 Online-Händler in Deutschland über ihre geschäftlichen Einschätzungen und Erwartungen befragt. Das Ergebnis der Auswertungen zeigt, dass sich die Stimmung in der Branche im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hat. Im vergangenen Jahr gaben noch mehr als 80 Prozent der Internetunternehmer an, dass sie sich für die Zukunft gut gerüstet fühlen. Aktuell hat sich dieser Wert auf lediglich 58 Prozent reduziert. Die Untersuchung zeigt damit, dass sich die Mehrheit der Händler zwar immer noch zukunftssicher fühlt, sich ihr Anteil aber erheblich reduziert hat.

Besondere Sorgen bereitet den Shop-Betreibern dabei offensichtlich der Gedanke an den härter werdenden Wettbewerb. Rund 38 Prozent der befragten Händler gaben an, dass sie ihre Wettbewerbssituation als kritisch betrachten. Vergleicht man diesen Wert mit dem Ergebnis von 2013, dann stellt man eine Verdoppelung der kritisch eingestellten Unternehmer fest.

Wird der E-Commerce zunehmend mobil?

Eine der wichtigsten Fragen für fast alle Online-Händler besteht wohl größtenteils darin, wie stark sich mobile Shopping-Konzepte in der näheren Zukunft durchsetzen werden. Interessant ist eine Tendenz, die sich innerhalb der aktuellen Recherche zeigt. Danach rechnet mehr als die Hälfte der befragten Händler nicht mit größeren M-Commerce-Umsätzen, während sich insgesamt 92 Prozent der Shop-Betreiber im Jahr 2014 mit diesem Thema beschäftigen will. Scheinbar ist es hier vor allem der wachsende Konkurrenzdruck und die bevorzugte Behandlung des Themas in den Medien, die Internetunternehmer dazu drängt, ihre Shops an den mobil einkaufenden Kunden anzupassen.

Mehr als die Hälfte der Online-Händler hat diese Hausaufgabe auch bereits erledigt. Für die übrigen Unternehmer hat das Thema eine hohe Priorität. Dabei wollen 41 Prozent der Befragten einen externen Dienstleister mit der Optimierung für den mobilen Markt beauftragen.

In diesem Zusammenhang bleibt nun abzuwarten, was sich tatsächlich an den Märkten ereignen wird. Man kann davon ausgehen, dass sich die Konsumenten durch die zunehmende Umstellung der Online-Shops auf den M-Commerce ermutigt fühlen, künftig immer stärker auch per Smartphone und Tablet einzukaufen. Bereits heute ist dieser Trend auf dem Vormarsch. In 2014 könnte die Optimierung von Shops auf die Anforderungen des Mobile-Commerce insofern durchaus zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden.

Welche Vorsätze haben Sie selber für das neue Jahr getroffen?

Die Zeit des Jahreswechsels ist traditionell immer auch die Zeit für gute Vorsätze. Gerade für Unternehmer stellt sich im Übergang von 2013 auf 2014 die Frage, was sie im kommenden Jahr erreichen wollen, welche Ergebnisse sie anvisieren und in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln soll.

Haben Sie ebenfalls gute Vorsätze getroffen, oder lassen Sie das Jahr einfach ganz entspannt auf sich zukommen? Die Erfahrung zeigt, dass Vorsätze, die stark von den normalen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten abweichen, meist nicht durchgehalten werden. Es ist insofern besser, wenn Sie sich kleine und erfüllbare Ziele vornehmen, die gut zu der Art passen, mit der Sie Ihr Unternehmen für gewöhnlich ohnehin führen.

Nehmen Sie sich beispielsweise eine moderate Umsatzsteigerung, eine kleine Optimierung Ihrer Gewinne oder die allmähliche Einführung eines neuen Geschäfts- oder Produktbereichs vor. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, denn übermäßige Erwartungen, die Sie an sich selber stellen, können Ihre Motivation schnell bremsen und sich eher negativ auswirken.

Bewährt hat es sich, mit einem detaillierten und klar strukturierten Plan zu arbeiten, dessen Einhaltung Sie regelmäßig kontrollieren sollten. Notieren Sie beispielsweise bestimmte Ziele und Vorgaben für das gesamte Jahr und achten Sie darauf, dass die Ziele auch wirklich realisierbar sind. Erarbeiten Sie dann zu jedem definierten Ziel eine eigene Strategie, um die jeweilige Vorgabe zu erzielen.

Wenn Sie stattdessen einfach nur beabsichtigen, Ihren Umsatz beispielsweise innerhalb von drei Monaten um 10 Prozent zu steigern und nicht gleichzeitig planen, mit welchen Maßnahmen Sie diese Vorgabe erlangen wollen, dann ist ein Scheitern und eine Enttäuschung vorprogrammiert. Legen Sie aber stattdessen ganz konkrete Instrumente, Werkzeuge und Konzepte fest, mit denen Sie die Steigerung bewerkstelligen wollen, dann haben Sie gute Chancen, Ihre Ziele zu erringen.

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.