Strategisches Lieferantenmanagement für erfolgreiche Einkäufer

Was früher fast schon abfällig als „Einkauf“ bezeichnet wurde, ist längst zum Beschaffungsmanagement geworden. Die Versorgung von Unternehmen mit allen Gütern und Dienstleistungen, die sie nicht selber erzeugen können, spielt innerhalb der modernen Unternehmensführung eine zentrale Rolle. Dabei ist vor allem das strategische Lieferantenmanagement für Einkäufer eine der wichtigsten Disziplinen geworden.

Lieferantenmanagement im modernen Einkauf

 

Die Beschaffung als zentraler Bereich in jedem Unternehmen

Nach der Definition von Prof. Dr. Ulli Arnold, Inhaber des Lehrstuhls für Investitionsgütermarketing und Beschaffungsmanagement an der Universität Stuttgart, umfasst die Beschaffung „sämtliche unternehmens- und/oder marktbezogene Tätigkeiten, die darauf gerichtet sind, einem Unternehmen die benötigten, aber nicht selbst hergestellten Objekte verfügbar zu machen“. Zu den Aufgaben des Einkaufs zählt damit unter anderem die Planung, Steuerung, Durchführung und die Kontrolle der Versorgung des Unternehmens mit allen benötigten Betriebsmitteln zu möglichst wirtschaftlichen Konditionen.

Während der Einkauf in früheren Zeiten häufig relativ weit unten in der Management-Hierarchie angesiedelt war, ist beim Lieferantenmanagement heute annähernd jedem Unternehmen die herausragende und zentrale Bedeutung dieses Bereichs bewusst. Der Einkauf entscheidet in erheblichem Ausmaß über den Erfolg eines Unternehmens. Er bestimmt nicht nur über die zuverlässige Verfügbarkeit und die Beschaffungskosten. Die Funktion moderner Lieferanten geht weit darüber hinaus, lediglich standardisierte Produkte zu fest vereinbarten Konditionen pünktlich zu liefern. Der Lieferant ist vielmehr eine ausgelagerte Ressource des abnehmenden Unternehmens, sendet von dort aus wichtige Impulse und ist tief in die gesamte Wertschöpfungskette integriert.

 

Die Beschaffung als zentraler Bereich in jedem UnternehmenBusiness ist nichts anderes als ein Knäuel menschlicher Beziehungen.
Lee Iacocca

 

Das Lieferantenmanagement und die Lieferanten-Abnehmer-Beziehung

Aus diesem Grund steht die Langfristigkeit der Beziehungen zwischen Abnehmern und ihren Lieferanten heute mehr und mehr im Mittelpunkt des Beschaffungsmanagements. Der Einkauf selber wird in professionellen Unternehmen anhand bestimmter Ziele durchgeführt. Hierzu zählen unter anderem Sachziele. Sie legen fest, dass die richtigen Güter und Dienstleistungen zur richtigen Zeit in der richtigen Qualität und der richtigen Stückzahl an den richtigen Ort geliefert werden müssen. Darüber hinaus spielen auch sogenannte Formalziele, hierzu zählen vor allem der Preis und die Konditionen oder unternehmensspezifische Nebenziele eine Rolle.

Für den verantwortlichen Einkäufer gilt es, die Ziele seines Unternehmens zu ermitteln, zu verinnerlichen, zu priorisieren und innerhalb der Beschaffung möglichst konsequent zu berücksichtigen. Dabei ist es immer wieder erforderlich, zwischen den einzelnen Zielen abzuwägen, da sie sich teilweise widersprechen. So könnten die Waren eines besonders zuverlässigen Lieferanten teurer sein als die der weniger zuverlässigen Konkurrenz. Hier kommt dem Einkäufer dementsprechend die Lieferantenmanagement-Aufgabe zu, den bestmöglichen Kompromiss zu erarbeiten.

Mittel- und langfristig ist es besonders wichtig, stabile Strukturen aufzubauen, die ein Unternehmen zuverlässig mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen zu niedrigen Kosten versorgen. Der Einkäufer muss Lieferanten finden, durch die die Bedürfnisse des Unternehmens besonders gut befriedigt werden. Sind solche Lieferanten erst einmal aufgespürt, müssen die Beziehungen zu Ihnen sorgfältig gepflegt werden. Die hauptsächlichen Ziele dieser Lieferanten-Abnehmer-Beziehung bestehen darin, dass der Lieferant in die Lage versetzt wird, seine Leistungen gegenüber dem Abnehmer möglichst dauerhaft zu erfüllen.

 

Das Lieferantenmanagement und die Lieferanten-Abnehmer-BeziehungWer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.
Bert Brecht

 

Das Lieferantenmanagement umfasst die Analyse bestehender und neuer Lieferanten

Für Einkäufer ist es im Rahmen eines strategischen Lieferantenmanagements besonders wichtig, sowohl bestehende als auch potenzielle neue Anbieter nach standardisierten Verfahren zu analysieren und zu bewerten. Hierbei kommt es vor allem darauf an, die Leistungsfähigkeit der einzelnen Unternehmen zu ermitteln und zu bemessen. Welche Beschaffungsvolumina sind möglich, wie reagiert der Lieferant in Situationen besonderer Eile, wie gut ist er in der Lage, neue Entwicklungen voranzutreiben? Diese und andere Fragen sind zu beantworten, bevor man einen Lieferanten zutreffend beurteilen und bewerten kann.

Natürlich fällt die Beantwortung der zentralen Fragen deutlich leichter, wenn man mit einem Anbieter bereits seit längerer Zeit zusammengearbeitet hat und dementsprechende eigene Erfahrungen sammeln konnte. Bei noch fremden Zulieferern ist man stattdessen auf deren Angaben, auf eigene Beobachtungen und auf Berichte Dritter angewiesen.

Je nach Art der zu beschaffenden Produkte unterscheiden sich die Anforderungen, die Einkäufer an die jeweiligen Lieferanten stellen müssen. Fachleute unterscheiden hier zwischen Standardkomponenten, Hebelkomponenten, Engpasskomponenten und strategische Komponenten.

Bei Standardkomponenten handelt es sich um Produkte, die auf Seiten des Lieferanten keine sonderliche Qualifikation bedingen. Man findet sie am Markt häufig, sie sind immer verfügbar und es ist nicht erforderlich, ihren Anbieter sonderlich tief in die eigenen unternehmerischen Prozesse zu integrieren. Bei dieser Art von Produkten sollten Einkäufer sich darum bemühen, die benötigten Güter möglichst effizient zu beschaffen.

Von Hebelkomponenten spricht man dann, wenn ein Produkt einem großen Anteil der Produktionskosten entspricht und gleichzeitig bereits eine kleine Preisänderung sich deutlich auf Verkaufspreis und Gewinn auswirkt. Bei solchen Produkten muss ein guter Einkäufer grundsätzlich das Potential des Marktes maximal ausschöpfen.

Engpasskomponenten lassen sich durch ihre kritische Verfügbarkeit charakterisieren. In der Regel stehen nur wenige Lieferanten zur Verfügung und das Risiko einer drohenden Unterversorgung ist gleichzeitig groß. In dieser Situation wird das Verhältnis zwischen dem Lieferanten und dem Abnehmer meist vom Lieferanten dominiert. Der Einkäufer muss dies berücksichtigen und sich vor allem auf die Versorgungssicherheit konzentrieren.

Spricht man schließlich von strategischen Komponenten, so ist die Rede von Produkten oder Entwicklungen, die mit solch hohen technologischen oder qualitativen Anforderungen verbunden sind, dass sie in der Regel nur von einem Anbieter geliefert werden können. In dieser Situation ist es die Aufgabe des Einkäufers, eine stabile Wertschöpfungspartnerschaft aufzubauen.

 

Die Beschaffung als zentraler Bereich in jedem UnternehmenNicht alles, was zählt, ist zählbar, und nicht alles, was zählbar ist, zählt.
Albert Einstein

 

Modernes Lieferantenmanagement mit effektiven Online-Werkzeug

Es lässt sich leicht erkennen, wie anspruchsvoll und vielfältig die Aufgaben eines verantwortungsbewussten und professionellen Einkäufers heute geworden sind. Einen wesentlichen Teil seiner Arbeit beinhaltet dabei das sogenannte Sourcing, bei dem er aktiv nach neuen Quellen für benötigte Produkte und Dienstleistungen sucht.

Das Sourcing dient damit vor allem dem Aufbau neuer geschäftlicher Partnerschaften, die genutzt werden, um den bestehenden Stamm an Lieferanten zu erweitern oder partiell zu ersetzen. Das Sourcing hat sich in den vergangenen Jahren unter dem Einfluss des Internets stark verändert. Mussten Einkäufer noch vor einiger Zeit Messen besuchen, persönliche Kontakte im In- und Ausland knüpfen oder Nachschlagewerke studieren, um überhaupt von der Existenz bestimmter Anbieter zu erfahren, so können Sie heute das World Wide Web zur schnellen und effizienten Recherche verwenden.

 

Das Lieferantenmanagement umfasst die Analyse bestehender und neuer LieferantenWer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.
Lucius Annaeus Seneca

 

Lieferanten.de als Werkzeug für ein optimales Sourcing

In dieser Situation erschließt sich der Nutzen von Lieferanten.de. Auf der Plattform stehen engagierten Einkäufern Tausende von potenziellen Herstellern, Großhändlern und Dienstleistern zur Verfügung. Diese Unternehmen sind jeweils mit ihren wichtigsten Produkten, Lösungen und Leistungen verzeichnet, sodass sie über eine komfortable, schnelle und intuitiv zu bedienende Suchfunktion anhand wesentlicher Kriterien rasch und sicher gefunden werden können. Besonders hilfreich: Zu jedem eingetragen Unternehmen stehen umfangreiche Informationen zur Verfügung, anhand derer sich jeder Einkäufer einen umfassenden ersten Eindruck verschaffen kann.

Lieferanten.de ist darüber hinaus mit einer ganzen Reihe von Funktionen und Features ausgestattet, die speziell auf die Anforderungen im modernen Lieferantenmanagement abgestimmt wurden. Besonders beliebt unter Einkäufern ist dabei die sogenannte Mehrfachanfrage. Mit nur einem Mausklick können Preis- und Produktanfragen gleichzeitig an beliebig viele Lieferanten verschickt werden. Innerhalb von kurzer Zeit erhält man auf diese Weise detaillierte Angebote und kann Qualitäten, Preise und Konditionen transparent und übersichtlich miteinander vergleichen.

Insgesamt leistet Lieferanten.de einen wertvollen Beitrag im Rahmen eines strategischen Lieferantenmanagements und erleichtert erfolgsorientierten Einkäufern viele Aufgaben im Arbeitsalltag. Die Plattform passt sich optimal in die Abläufe der Beschaffung ein und hilft dabei, Zeit und Geld einzusparen.

 

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Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.