[Interview] Der Online-Marktplatz für das perfekte Catering

In nur 5 Minuten kann auf heycater! online das eigene Business- oder Event-Catering gesucht, verglichen und gebucht werden. Die neuartige Plattform für Premium Catering vermittelt die Top-Caterer in mehreren Großstädten in Deutschland. Im Start-up-Interview mit internethandel sprechen die Gründerinnen Therese Köhler und Sophie Radtke über den Start von heycater! wie Sie den Catering-Markt digitalisieren wollen.

 

1. Frau Köhler wer sind Sie?
Ich bin Therese, 27, CEO und habe heycater! gegründet. Nach einem ersten Treffen mit meiner damaligen Mitgründerin ging alles ganz schnell: Innerhalb von zwei Wochen saß ich beim Notar und gründete heycater! Aus der ersten Idee entwickelten wir schnell die Leidenschaft, ein Online-Catering-Angebot zu schaffen, das bis dato schlicht nicht existierte. So kündigte ich meinen Job bei einem Beauty- Konzept von Rocket Internet.

2. Wie würden Sie heycater! selbst beschreiben?
heycater! ist eine Buchungsplattform für Premium-Catering in Deutschland und hilft Unternehmen, den passenden Top-Caterer in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Bonn mit über 200 exklusiven Cateringpartnern für jeden Anlass zu finden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, aus jedem Essen ein Event zu machen.

 

3. Seit wann gibt es heycater! und was war der entscheidende Gründungsimpuls?
Wir haben heycater im Juni 2015 gegründet. Der Impuls kam in meinem alten Job. Ich wollte ein ausgefallenes Catering für Models organisieren. Nur leider war die Organisation sehr aufwendig und es fiel mir schwer, den passenden Caterer für den Anlass zu finden.

4. Wie verlief die eigentliche Gründungsphase?
Die Gründungsphase war und ist eine sehr aufregende und lehrreiche Phase. Sorgen hat man sich natürlich anfangs gemacht: Ohne festes Gehalt und mit alleiniger Verantwortung für die Unternehmung. Bedenken bezüglich der Idee gab es nicht: Wir waren schon damals fest überzeugt von dem Potenzial des Catering-Marktes und der Notwendigkeit für eine Lösung, die die Arbeit für Kunden und Caterer erleichtert.

 

5. Wie wurde das Gründungskapital finanziert?
Da wir relativ jung begonnen haben, mussten wir uns unser Netzwerk komplett von der Pike an aufbauen. Wir haben uns viel Feedback eingeholt und uns mit anderen Unternehmern ausgetauscht. Letztendlich haben wir nach wenigen Monaten tolle Business Angels und Mentoren gewonnen. Unsere Finanzplanung haben wir langfristig ausgelegt und immer eher konservativ geplant.

6. Wo sehen Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal gegenüber Ihren Mitbewerbern?
Bei uns geht die Bestellung am schnellsten. Im Marktvergleich haben wir die besten Kundenbewertungen, was natürlich für die Tatsache spricht, dass wir sehr gute Qualität für unsere Geschäftskunden liefern. Wir arbeiten mit einer großen Zahl der Caterer exklusiv, was unsere Angebotsvielfalt im Wettbewerbsvergleich absetzt. Aber unter dem Strich zählt doch eins: Die Leidenschaft langfristig etwas zu verändern und Kunden ein einzigartiges Erlebnis zu kreieren. Das treibt uns an. Das setzt uns ab. Der Rest sind die Fakten, die genau dieses Bestreben widerspiegeln.

 

7. Welches war die größte Herausforderung, die von Ihnen bewältigt werden musste?
Pauschal kann ich das gar nicht beantworten. Jeder Tag birgt mal kleinere und mal größere Herausforderungen. Einen kühlen Kopf bewahren, die richtigen Fragen stellen und den Weitblick nicht verlieren, dann bekommt man auch die schwierigsten Themen gemeistert.

8. Wie haben Sie die ersten Caterer von Ihrem Konzept überzeugen können? Schließlich bilden die Caterer die Grundlage des Geschäftsmodells von heycater!.
Das war eine aufregende Zeit. Da wir die ersten im Markt mit unserem Modell waren, brauchten wir tatsächlich eine Analogie, um das Geschäftsmodell leichter zu erklären. Wir haben einfach gesagt, wir seien das „Airbnb für Catering“ (lacht!). An Größenwahnsinn mangelte es auch schon damals nicht.

 

9. Was würden Sie rückblickend auf die Startphase von heycater! ändern?
Man lernt unheimlich viel in diesen ersten Gründungsjahren. Ich glaube, wenn ich maßgeblich etwas ändern müsste, hätte ich mich einfach etwas weniger unter Druck gesetzt und Ruhe bewahrt. Das war das wichtigste Learning.

10. Welches Gefühl hatten Sie bei dem ersten Kunden?
Der erste Kunde hat uns unheimlich stolz gemacht und Bestätigung gegeben. Das war für uns ein aufregender erster Meilenstein. Aus solchen Momenten schöpft man viel Energie und Zuversicht.

11. Nach dem erfolgreichen Start: Wie schöpfen Sie neue Energie und Motivation für heycater!?
Als Unternehmer ist es wichtig, stets den strategischen Weitblick zu behalten. Man gewinnt unheimlich Flughöhe, wenn man sich fragt: Wo wollen wir in 5 Jahren sein? Persönlich nehme ich mir Zeit für Freunde, Familie, Sport und kleine Freizeitprojekte wie zum Beispiel einen Unternehmerball, den ich gerade organisiert habe.

 

12. Welche Eigenschaften sollte ein Existenzgründer mitbringen und welche eigene Erfahrung würden Sie an andere Gründer weitergeben?
Größenwahnsinn, Stamina und einen guten Sinn für Humor.

13. Wo sehen Sie zukünftig die größten Herausforderungen für heycater!?
Unsere größte Herausforderung ist es, den Markt zu „erziehen“. Viele Menschen wissen noch gar nicht, dass Catering auch digital sein kann. Ich sehe es als unsere Aufgabe an, für diese Aufklärung zu sorgen.

 

 


 

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.