[Gründerstory] Vermitteln statt verkaufen: Wimdu überzeugt

Von Plattformen im Internet, die sich darauf spezialisiert haben, lediglich Leistungen zu vermitteln, geht eine besondere Faszination aus. Ohne Wareneinkauf, Lagerhaltung oder Versandabwicklung erzielen sie nicht nur hohe Umsätze, sondern vor allem hohe Gewinne. Mit dem Zimmervermittler Wimdu stellen wir Ihnen ein Unternehmen vor, dem es gelungen ist, das Marktplatzgeschäft für Übernachtungen zu perfektionieren.


 

Die Alternative zu anonymen Bettenburgen und überteuerten Hotelzimmern

Manche Konzepte für angesagte Start-ups passen einfach besonders gut in die Zeit. Es liegt heute unbestritten im Trend, über alternative Konsumformen nachzudenken, geschäftliche Transaktionen mit persönlichen Begegnungen zu verbinden, international oder global zu denken und kluge Ideen auf der Basis von cleverer Technik und konsequenter Umsetzung zu realisieren. Vor diesem Hintergrund muss man sagen, dass Wimdu seine Pforten exakt zum richtigen Zeitpunkt eröffnet hat und von Anfang an mit sehr guten Erfolgschancen arbeiten konnte. Wimdu ist einer der erfolgreichsten Vermittler von Übernachtungsmöglichkeiten auf der ganzen Welt und im Rahmen unserer monatlichen Gründerstory ganz sicher einen eingehenden Blick wert. Wir stellen die Gründer, das Geschäftskonzept, den Werdegang und die entscheidenden Erfolgsfaktoren vor und vermitteln ein anschauliches Bild darüber, wie es hinter den Kulissen von Wimdu zugeht.

 

Wichtige Meilensteine auf dem Weg zum Erfolg

Es gibt Start-ups, die entstehen, weil ein engagiertes und ehrgeiziges Gründerteam einen lange gehegten Traum, eine völlig verrückte Geschäftsidee oder einen genialen Plan in die Tat umsetzen will. Und es gibt solche, bei denen langfristig denkende Gründer, die bereits über eine Menge Erfahrung verfügen, ein vollständig durchkalkuliertes Konzept auf ganz strategische Weise zur Marktreife bringen. Wimdu gehört ganz eindeutig zur zweiten Sorte. Und auch wenn man auf der Internetseite des Zimmervermittlers nachlesen kann, dass der Gründungsimpuls von Arne Bleckwenn und Hinrich Dreiling darin bestand, aus eigenem Leidensdruck eine Alternative für die wenig attraktiven Unterkünfte von Vielreisenden schaffen zu wollen, dann muss man doch ganz klar der Tatsache ins Auge blicken, dass es sich bei Wimdu hauptsächlich um einen Klon des US-amerikanischen Vorbilds airbnb handelt.

 

Als Arne Bleckwenn und Hinrich Dreiling ihr Unternehmen Wimdu im Jahr 2011 ins Leben riefen, da verfügten die beiden Freunde bereits über eine ganze Menge Gründungserfahrung. Im Vorfeld waren bereits zwei Startups ebenso erfolgreich gegründet wie verkauft worden. Von Anfang an konnten die Gründer bei Wimdu auf die finanzielle und fachliche Unterstützung bekannter Investoren setzen. Unter Mitwirkung von Rocket Internet standen schon nach kurzer Zeit sage und schreibe 90 Millionen US-Dollar zur Verfügung, um Wimdu einen kometenhaften Start zu ermöglichen. 2014 zogen sich Arne Bleckwenn und Hinrich Dreiling dann allmählich aus der Geschäftsführung ihres Start-ups zurück und wechselten in den Beirat des Unternehmens. Geleitet wird Wimdu seitdem von Arne Kahlke und Sören Kress, die sich in der Branche unter anderem als Gründer von ElitePartner bereits einen Namen gemacht hatten. Die bisherigen Ergebnisse, auf die Wimdu verweisen kann, sind beeindruckend. Heute beschäftigt das Unternehmen 250 Mitarbeiter, bietet seine Leistungen in 15 Sprachen an, ist in 150 Ländern aktiv und bringt es auf sage und schreibe 300.000 Unterkünfte auf der ganzen Welt.

 

Wimdu aus der Perspektive des Gastes

Wimdu bietet Reisenden auf der ganzen Welt eine besonders einfache, komfortable und preiswerte Möglichkeit, nach privaten Unterkünften an fast jedem Ort der Erde zu suchen. Die Plattform erlaubt die Eingabe eines Reiseziels und eines Reisedatums und stellt dann sofort eine große Auswahl an Zimmern und Wohnungen zur Verfügung. Buchungsanfragen über das System werden innerhalb von 24 Stunden beantwortet. Nach bestätigter Buchung erhält der Gast die Kontaktadresse und teilt seine genaue Ankunftszeit mit. Der Gastgeber erwartet ihn dann pünktlich, zeigt ihm die Unterkunft und übergibt den Schlüssel. Die Bezahlung erfolgt zunächst auf ein treuhänderisches Konto bei Wimdu. Erst 24 Stunden nach dem Check-in wird der vereinbarte Mietpreis an den Gastgeber überwiesen. Am Ende der Transaktion hinterlässt der Gast eine Bewertung und bietet späteren Reisenden auf diese Weise eine gute Orientierung.

 

Wimdu aus der Perspektive des Gastgebers

Wer über Wimdu ein freies Zimmer oder sogar sein ganzes Apartment vermieten möchte, der verdient hiermit im Durchschnitt rund 900 Euro pro Monat. Mit wenigen Mausklicks und Eingaben kann hierzu ein Angebot erstellt und veröffentlicht werden. Der Gastgeber legt die Buchungspreise und die Hausregeln fest und nimmt bei Bedarf einen Foto- und Übersetzungsservice von Wimdu in Anspruch. Sobald das Inserat online gestellt wurde, können Buchungen angenommen werden. Der Gastgeber ist angehalten, die Unterkunft sauber und ordentlich zu übergeben, frische Bettwäsche und Handtücher bereitzuhalten und die Gäste pünktlich zu empfangen. Den vereinbarten Zimmerpreis erhält er komfortabel per PayPal oder auf sein Bankkonto. Im Anschluss an die Transaktion kann er den Gast bewerten und auf diese Weise anderen Gastgebern Anhaltspunkte für eigene Transaktionen geben.

 

Hochwertig, günstig und sicher: Und das alles mit einer einfachen Bedienung

Wimdu begegnet uns in jeglicher Hinsicht als hochgradig professionelles Unternehmen und angesichts der Besetzung in Sachen Gründer, Geschäftsführer und strategischer Partner sowie der finanziellen Ausstattung des Start-ups kann es nicht sonderlich überraschen, dass hier von A bis Z wirklich alles richtig angepackt wurde. Das Unternehmen leidet ebenso wenig an Kinderkrankheiten wie an technischen Unzulänglichkeiten und präsentiert sich seinen Kunden durchgängig als souveräner und kompetenter Anbieter. Apropos Kunden: Hier lässt sich bereits ein erster entscheidender Erfolgsfaktor erkennen. Kunden sind bei Wimdu nämlich sowohl die Gäste als auch die Gastgeber. Das Start-up verdient insofern an beiden Seiten der Wertschöpfungskette und ist damit vielen anderen Geschäftsideen, die auf Vermittlung basieren, weit voraus. Das Nutzungserlebnis ist für Gäste und Gastgeber einwandfrei. Beide Gruppen fühlen sich hier rundum gut betreut und versorgt.

Die verschiedenen Sicherheitsstufen, die in das Buchungsmodell eingebaut wurden, sorgen für einen störungsfreien Betrieb und sprechen für eine hohe Qualität. Ein ausgeprägter Kundenservice stellt darüber hinaus sicher, dass kleine Pannen oder Irritationen schnell beseitigt werden können. Angenehm ist außerdem das interne Nachrichtensystem, das dafür sorgt, dass Gäste und Gastgeber schnell miteinander in Kontakt kommen. Diese direkte Form der Kommunikation sorgt ganz nebenbei dafür, dass die Mitarbeiter von Wimdu sich mit vielen Fragen gar nicht erst selbst beschäftigen müssen, da sie unmittelbar zwischen den Beteiligten geklärt werden. Alles in allem erleben wir hier ein kluges Geschäftsmodell, das unter hochkarätiger Besetzung perfekt realisiert wurde. Der Erfolg stellt sich hier nicht zufällig, sondern als konsequente Folge vieler richtiger Entscheidungen ein.

 

 


 

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.