[Gründerstory] Mit TravelBird die Welt entdecken

Geschäftsmodelle, die ausschließlich auf der Vermittlung von Dienstleistungen oder Waren basieren, sind vergleichsweise leicht abzuwickeln und erfordern keine sonderliche Vorfinanzierung. In unserer aktuellen Gründerstory lernen Sie das niederländische Start-up TravelBird kennen, das sich innerhalb der Reise- und Touristikbranche gegründet hat und dem es in fünf Jahren gelungen ist, eine beeindruckende Entwicklung zu absolvieren.


 

Weniger ist mehr: Die künstliche Verknappung sorgt für Orientierung Wer zu bestimmten Zeiten die Werbeblöcke im TV verfolgt, der kann durchaus zu dem Schluss kommen, die ganze Welt würde sich ausschließlich um Reisen und Urlaub drehen und kaum ein Unternehmen würde sich noch für ein anderes Geschäftsfeld interessieren. Auch wenn diese Vorstellung übertrieben ist, so kann man dennoch feststellen, dass das Interesse der Deutschen und der Europäer am Tourismus ungebrochen groß ist und dass sich hierbei eine komplette Branche mittlerweile fast vollständig auf das Internet ausgerichtet hat.

Angesichts unzähliger Reiseziele und zahlloser Reiseanbieter im Internet sind die Auswahl und die Buchung eines Traumurlaubs allerdings heute zunehmend kompliziert geworden. So wendet der durchschnittliche Verbraucher insgesamt 55 Minuten auf 17 verschiedenen Webseiten auf, bevor es tatsächlich zu einer Buchung kommt. Genau dieses Problems haben sich die beiden Gründer und Geschäftsführer Symen Jansma und Dennis Klompalberts angenommen und in den Niederlanden das Start-up Travel- Bird gegründet. Die Internet-Plattform zeigt ihren Kunden mit voller Absicht lediglich eine kleine, dafür aber ausgesprochen hochwertige und vor allem täglich wechselnde Auswahl an Reiseangeboten. Wir stellen Ihnen Travel- Bird und seine Gründer vor, zeichnen die Gründungsgeschichte nach und machen Sie mit den wichtigsten Erfolgsfaktoren des Start-ups vertraut.

 

15.000 täglich Reisende und ein Jahresumsatz von fast 100 Millionen Euro

TravelBird wurde im Jahr 2010 von Symen Jansma und Dennis Klompalberts in den Niederlanden mit der Absicht gegründet, Verbrauchern inspirierende Reisedeals und umfassende Reiseerlebnisse zu attraktiven Preisen über eine nutzerfreundliche und effiziente Buchungsplattform anzubieten. Wer zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen ist, der Markt würde definitiv keinen weiteren Reiseanbieter benötigen und sei langsam aber sicher gesättigt, der musste sich innerhalb von kurzer Zeit eines Besseren belehren lassen. TravelBird schlug nämlich wie eine Bombe ein und kann heute Geschäftszahlen vorweisen, von denen andere Start-ups nur träumen können.

Begonnen hat dabei alles mit der ebenso simplen wie genialen Idee, dem allzu komplexen Reisemarkt ein deutlich reduziertes Angebot entgegenzusetzen. Bei TravelBird entdecken interessierte Kunden nämlich nicht Abertausende von Pauschalreisen, zwischen denen die Entscheidung ausgesprochen schwer fallen würde. Stattdessen werden hier Tag für Tag neun wechselnde und sehr sorgfältig ausgewählte Reisedeals vorgestellt. Diese sind nicht nur inspirierend und günstig, sondern meist auch mit interessanten Inklusivleistungen aufgewertet, die für ein besonders ansprechendes Gesamterlebnis sorgen. Dabei erfolgt auch die Buchung extrem einfach, komfortabel und transparent. Guter Kundenservice wird bei TravelBird großgeschrieben. Das Start-up legt besonderen Wert darauf, dass alle Buchenden ihre Reisen vom ersten bis zum letzten Moment in vollen Zügen genießen können.

 

Nach gerade einmal fünf Jahren kann TravelBird stolz von sich behaupten, bereits 2,5 Millionen Menschen erfolgreich in den Urlaub geschickt zu haben. Hierzu sind mittlerweile rund 650 Mitarbeiter erforderlich, von denen die meisten im Headquarter in Amsterdam beschäftigt sind. Die Belegschaft ist international ausgerichtet. Das Team umfasst derzeit über 30 verschiedene Nationalitäten. Die Webseiten von TravelBird werden Monat für Monat 9,5 Millionen Mal besucht. Über 25.000 Follower bei Twitter und mehr als 616.000 Facebook Likes sprechen für eine ausgezeichnete soziale Vernetzung. Der Buchungsumsatz im Jahr 2014 lag sogar bei beeindruckenden 95 Millionen Euro.

Besonders interessant ist das Finanzierungskonzept von TravelBird. Symen Jansma und Dennis Klompalberts haben nämlich per Bootstrapping gegründet und erst im Jahr 2014 damit begonnen, mit externen Investoren zu arbeiten. Die Entwicklungsschritte der ersten entscheidenden Jahre wurden also lediglich aus Eigenmitteln und aus den laufenden Umsätzen finanziert. Mittlerweile engagieren sich sowohl die Samwer Brüder als auch Keen Venture Partners bei TravelBird. So wurde in mehreren Finanzierungsrunden bereits 32,1 Millionen Euro in TravelBird investiert.

 

Die Macht der Bilder: Die entscheidenden Erfolgsfaktoren

Wer die Internetseiten von TravelBird betritt, der bekommt vor allem eines: richtig große Lust auf Urlaub. Erreicht wird dies durch die Dominanz von sehr guten und großen Bildern, die Appetit auf die verschiedenen Reiseziele machen und den Klick des Verbrauchers regelrecht erzwingen. In der Detailansicht der täglich neuen Reiseangebote setzt sich dieser Charakter fort. Auch hier gibt es vor allem viel zu sehen. Ansichten der jeweiligen Urlaubsregionen, Innenaufnahmen der Hotels und stimmungsvolle Aufnahmen, die viel von der Atmosphäre des jeweiligen Urlaubsortes transportieren, sorgen im Zusammenspiel mit wirklich guten Beschreibungen und ansprechenden Texten für eine tolle Gesamtpräsentation. Interessierte Reisende entdecken täglich neue Angebote, lassen sich von den Reisedeals inspirieren und genießen dabei einen ausgesprochen einfachen, transparenten und komfortablen Buchungsprozess. Komfort steht bei TravelBird ohnehin deutlich im Mittelpunkt, denn das Start-up legt sehr großen Wert auf einen umfassenden Kundenservice. Hinter vielen der Reiseangebote verbergen sich keine einfallslosen Pauschalreisen, sondern individuelle Ferienerlebnisse, die mit vielen Extras und Inklusivleistungen aufgewertet werden.

Für zusätzliche Orientierung sorgen Kategorien wie Städtereisen, Sommerurlaub, Familienurlaub, Freizeitparks, Wellness, Flugreisen, Urlaub an der Küste, Urlaub ganz nah, Rundreisen, Fernreisen, Unvergessliche Erlebnisse, Romantische Hotels, Aktiv im Grünen oder Musicals und Shows, hinter denen sich weitere Reisen verbergen, die die neun exklusiven Tagesangebote ergänzen. Wem dies als Inspiration noch nicht ausreicht, der kann dem Blog von TravelBird einen Besuch abstatten. Dort werden ganz regelmäßig besonders interessante Reiseziele, Hotels, Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse aus einer privaten und persönlichen Perspektive vorgestellt, die zum Nachreisen einladen.

 

Insgesamt kann man sagen, dass es vor allem die Einfachheit ist, die TravelBird zum durchschlagenden Erfolg verholfen hat und die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Angebot zieht. Die Plattform ersetzt die unzähligen Standardangebote der Branche durch wenige sorgfältig selektierte Traumreisen und vereinfacht auf diese Weise die Auswahl des optimalen Reiseziels.

Für Abwechslung sorgt dabei der Angebotswechsel, der jede Nacht pünktlich um 0:00 Uhr erfolgt. Ebenso einfach wurde der Buchungsprozess gestaltet, der von der Eingabe der gewünschten Reisedaten, über die Darstellung der konkreten Kosten bis hin zur komfortablen Bezahlung vorbildlich ist. Für den direkten Support stehen darüber hinaus eine telefonische Hotline und eine integrierte Chat-Funktion zur Verfügung. Insgesamt verdankt TravelBird seinen Erfolg keineswegs dem Zufall, sondern der konsequenten Entwicklung einer innovativen Plattform, in deren Mittelpunkt immer das Wohl des Kunden steht.

 


 

 


 

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.