[Gründerstory] Marley Spoon: Genussvolles Essen und Leidenschaft fürs Kochen

Eine ganze Reihe von Start-ups beschäftigen sich mit Themen rund um das Essen, das Kochen oder das Genießen. Der Ansatz von Marley Spoon geht um einiges darüber hinaus und kombiniert die bereits bekannten Bestandteile mit einem nachhaltigen und verantwortlichen Konzept. Was konkret hinter dem jungen Unternehmen aus Berlin steht, das beleuchten wir in dieser Gründerstory.


 

Kochboxen mit marktfrischen Zutaten im praktischen Abo

Der Verkauf von Kochboxen ist an und für sich keine ganz neue Geschäftsidee. Das Start-up, das wir Ihnen in dieser Ausgabe vorstellen wollen, unterscheidet sich aber beträchtlich von seinen Mitbewerbern. Die Kochboxen von Marley Spoon sind für Menschen bestimmt, die gerne kochen und gerne neue Rezepte ausprobieren und sich dabei gleichzeitig das lästige Einkaufen sparen wollen. Das Angebot richtet sich sowohl an Paare als auch an Familien. Die Besonderheit besteht in dem großen Augenmerk, dass die beiden Gründer Till Neatby und Fabian Siegel auf Nachhaltigkeit und einen verantwortlichen Umgang mit Ressourcen legen. Wir stellen Ihnen das Start-up ausführlich vor, werfen gemeinsam mit Ihnen einen Blick hinter die Kulissen von MarleySpoon GmbH aus Berlin, zeichnen den bisherigen Werdegang des Unternehmens nach und untersuchen die entscheidenden Erfolgsfaktoren.

 

Perfekte Gerichte in maximal 6 einfachen Schritten und in 30 Minuten

Unter Kochboxen versteht man die Zusammenstellung sämtlicher Zutaten, die benötigt werden, um bestimmte Gerichte zu Hause kochen zu können. Damit wenden sich Konzepte, die sich mit Kochboxen beschäftigen, vor allem an Menschen, die nicht selbst darüber nachdenken wollen, was sie kochen sollen und denen es an Zeit oder Lust zum Einkaufen mangelt. Hiervon gibt es in der heutigen Zeit recht viele. Der Alltag hat uns fest im Griff und nimmt unsere Aufmerksamkeit ebenso in Beschlag wie unsere zeitlichen Ressourcen. Wer dennoch nicht auf eine hochwertige Ernährung in den eigenen vier Wänden verzichten möchte, der ist auf innovative Lösungen angewiesen. Und genau eine solche Lösung bietet Marley Spoon aus Berlin. Im Mittelpunkt stehen hier attraktive Rezeptideen, die von den Marley Spoon Köchen ständig neu entwickelt werden. Als Kunde muss man nicht mehr erledigen, als sich für eines der Abo-Modelle zu entscheiden und passende Gerichte auszuwählen. Ab jetzt erhält man an den ausgewählten Wunschtagen jeweils eine Box mit allem, was man für die Zubereitung benötigt.

 

Die Zutaten sind frisch und saisonal, verfügen über eine hochwertige Herkunft und werden gekühlt geliefert. Eine entsprechende Box mit Kühlpads und isoliert mit regenerativer Schafwolle hält alles bis zur Ankunft frisch. Zusätzlich erhält der Abonnent zu jedem Gericht eine einfache Anleitung, die in nur 6 Schritten beschreibt, wie die Zubereitung erfolgt. Die Köche von Marley Spoon konzipieren die Rezepte dabei so, dass die Zubereitung maximal 30 Minuten in Anspruch nimmt. In Bezug auf das Abonnent genießen die Kunden von Marley Spoon maximale Freiheit. Das Abo lässt sich nämlich nicht nur jederzeit verändern und anpassen, sondern auch kündigen. Zusätzlich lassen sich einzelne Lieferungen auf einfache Weise überspringen. Damit gerät man garantiert nicht in die Abo-Falle, sondern behält als Kunde die vollständige Freiheit. Rezepte für zwei Personen beginnen übrigens bereits ab einem Preis in Höhe von 6,25 Euro pro Gericht.

 

Vom Backpacker zum Start-up-Gründer

Wenn man den beiden Gründern Till Neatby und Fabian Siegel zuhört, wie sie über Ihr Start-up sprechen, dann bemerkt man sofort, dass hier viel Leidenschaft und Liebe im Spiel sind. Gutes Essen mit viel Zeit in vertrauter Runde und mit guten Gesprächen, das kennen die beiden bereits aus der Kindheit. Später folgten ausgedehnte Reisen mit dem Rucksack in exotische Länder, wo Till und Fabian Erfahrungen mit ganz neuen Geschmacksrichtungen, spannenden Rezepten und ungewöhnlichen Zubereitungsformen sammeln konnten.

Nach verschiedenen beruflichen Stationen, wie zum Beispiel der federführenden Mitwirkung an Start-ups wie Delivery Hero, MexAttax oder ClickandBuy folgte im Jahr 2014 die gemeinsame Gründung von Marley Spoon. Fabian Siegel steht dem Unternehmen als CEO vor, während Till Neatby für die Bereiche Food Safety und Quality Assurance verantwortlich zeichnet. Seit der Gründung hat das Start-up bereits mehrere Finanzierungsrunden erfolgreich absolviert. Unter anderem hat sich „Global Founders Capital“ engagiert. Dieser Fond war ursprünglich von Oliver Samwer und Fabian Siegel gemeinsam gestartet worden. Man erkennt, dass es also durchaus Verbindungen zur Rocket Gruppe gibt, die mit dem eigenen Projekt „Hello Fresh“ eigentlich zu den Konkurrenten von Marley Spoon gehört.

Mittlerweile stehen die Angebote des Unternehmens nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden, Belgien, Australien, Österreich und in den USA zur Verfügung. In welche Richtungen sich das Start-up künftig entwickeln wird, ist bisher noch offen. Möglich wäre, neben einer weiteren Internationalisierung, die Belegung von interessanten Nischen, um auf diese Weise wertvolle Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln.

 

Authentisch, einfallsreich und nachhaltig: Die entscheidenden Erfolgsfakoren

Wenn wir uns an dieser Stelle normalerweise mit der Frage beschäftigen, aus welchem Grund ein junges Unternehmen besonders erfolgreich ist, dann zeichnet sich dabei meist ein einzelner Faktor ab, der entscheidend war. Anders bei Marley Spoon. Hier ist es nämlich eindeutig die Kombination aus unterschiedlichen Aspekten, die für den weitreichenden Erfolg verantwortlich war und ist. Da ist zum einen die einfache Handhabung der gesamten Plattform. Die Seiten von Marley Spoon machen von Anfang an Appetit und Lust auf die angebotenen Kochboxen. Der Zugang zum flexiblen Abo wird nicht durch Barrieren versperrt, sondern gestaltet sich ebenso simpel und einleuchtend, wie wohl auch die Zubereitung der angebotenen Gerichte. Fairness spielt hier gegenüber den Kunden eine wichtige Rolle. Die Abos können jederzeit gekündigt, verändert oder pausiert werden, sodass es nicht zu unerwünschten Verpflichtungen kommt.

 

In Bezug auf die Rezeptauswahl und die Präsentation der Gerichte spürt man viel Authentizität und Begeisterung. Die Gründer transportieren hier ihr eigenes Lebensgefühl und vor allem eine ausgeprägte Leidenschaft für das Kochen und das Essen, die einfach ansteckend wirkt. Hinzu kommt der insgesamt nachhaltige und verantwortliche Gesamtansatz. Marley Food setzt auf artgerechte Haltung, ökologischen Anbau, Frische und Qualität. Partnerschaften mit Unternehmen wie Reishunger, Just Spices, Sonnentor oder NÖM sprechen in Sachen Qualität und Ökologie eine eigene Sprache. Hinzu kommt, dass das Konzept von Marley Spoon dazu in der Lage ist, zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen beizutragen. Alle Zutaten werden exakt in den Mengen geliefert, in denen man sie benötigt. So bleibt nichts übrig und die riesige Menge an weggeworfenen Lebensmitteln reduziert sich mit jedem Gericht um ein kleines Stück. Insgesamt bietet das Start-up seinen Kunden ein nachhaltiges Ernährungssystem. Vor diesem Hintergrund kann es nicht verwundern, dass Marley Spoon ausgesprochen erfolgreich ist und die Herzen der Verbraucher im Sturm erobert hat.

 

 


 

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.