[Gründerstory] Kartenmachen – Ein Gründungskonzept mit viel Individualität

Es gibt zwar viele Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Menschen. Im Grunde genommen sind wir aber alle individuelle Wesen und legen Wert auf einen entsprechenden Stil. Entsprechend gut kommen seit längerer Zeit Gründungskonzepte an, die auf personalisierte Produkte setzen. Die folgende Gründerstory handelt genau von einem solchen Start-up und zeigt Ihnen, wie man mit einfachen Mitteln sehr erfolgreich sein kann.


Individuelle Einladungskarten, Danksagungen und Briefumschläge

Zugegeben: Im ersten Moment klingt es erstmal nicht sonderlich spannend oder attraktiv, wenn man erfährt, dass sich die Kartenmachen.de Druck GmbH aus Nürnberg mit dem Verkauf von Einladungskarten, Danksagungen, Briefumschlägen und Geschenkartikeln beschäftigt. Man argwöhnt sofort, man könne entsprechende Artikel in jedem besseren Schreibwaren- oder Geschenkeladen problemlos erhalten.

Bei dieser voreiligen Bewertung übersieht man allerdings ein entscheidendes Detail: Gründer und Geschäftsführer Andreas Ritter verfolgt mit seinem engagierten Team nämlich einen ganz anderen Ansatz. Beim Start-up Kartenmachen dreht sich alles um Individualität. Der Kunde kauft nämlich nicht nur liebevoll gestaltete Drucksachen und Präsente. Er individualisiert sie zusätzlich in Eigenregie und erschafft dadurch persönliche Stücke mit erheblicher Wirkung.

In der folgenden Gründerstory wollen wir Ihnen Kartenmachen und Andreas Ritter ein wenig näherbringen. Sie werden nicht nur die eigentliche Geschäftsidee und die Köpfe dahinter kennenlernen. Zusätzlich versorgen wir Sie nämlich mit interessanten und aufschlussreichen Informationen über den bisherigen Werdegang. Wir zeichnen den Erfolgsweg des Unternehmens detailliert nach und achten dabei vor allem darauf, Ihnen zu zeigen, welche konkreten Faktoren in diesem Fall zum Erfolg geführt haben. Werfen Sie jetzt mit uns gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen eines erfolgreichen Start-ups und verschaffen Sie sich auf diese Weise manche Einsichten und vielleicht sogar ein wenig Inspiration für eigene Projekte.

Kartenmachen: Viel mehr als nur eine Druckerei für Einladungskarten

Wir haben bereits erfahren, dass sich beim Start-up Kartenmachen alles um die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von individuellen Drucksachen dreht. Dies hat, vor allem in Deutschland, eine lange Tradition. Hierzulande liebt man es, zu besonderen Anlässen mit einer eigenen Karte einzuladen. Auch Danksagungen, Trauerkarten oder Drucksachen wir Menü- und Tischkarten lässt man gerne professionell gestalten, um damit die Gäste von Anfang an auf den festlichen Anlass einzustimmen. Dazu gehören natürlich auch die passenden Umschläge, um der Einladung auch den angemessenen Rahmen zu verleihen.

All diese Produkte und viele andere mehr erhält man als Kunde von Kartenmachen. Doch Andreas Ritter und sein Team haben sich nicht mit diesem einfachen Konzept zufriedengegeben, sondern eine besondere Komponente hinzugefügt. Hierbei handelt es sich um die Möglichkeit, die ausgewählten Druckwerke professionell individualisieren zu lassen. Der Ablauf ist dabei ganz einfach. Man entscheidet sich für eine der verschiedenen Kategorien und stöbert in den rund 250 Motiven im Shop. Hier kommen pro Monat übrigens rund 10 neue Motive hinzu. Es lohnt sich daher, regelmäßig bei Kartenmachen vorbeizuschauen und sich nach Neuheiten umzusehen.

Sobald man das passende Motiv ausgesucht, bestellt und bezahlt hat, kann man nun das Designstudio von Kartenmachen starten und dem eigenen Druckwerk eine persönliche Note verpassen. Aktuell beinhaltet das Sortiment unter anderem Geburtstagskarten, Hochzeitskarten, Geburtskarten, Karten für andere Feste und Anlässe wie Taufe, Konfirmation, Kommunion, Einschulung oder Weihnachten sowie Briefumschläge. Ergänzt wird das Angebot durch Geschenke und Präsente, die sich natürlich ebenfalls individuell gestalten lassen. Insgesamt 16 Mitarbeiter beschäftigen sich bei Kartenmachen mit allen anfallenden Aufgaben. Darunter befinden sich aktuell auch zwei Auszubildende.

Von der ersten Idee bis zum Erfolg verging nur wenig Zeit

Andreas Ritter begann bereits früh darüber nachzudenken, mit welcher Art von Online-Shop man an den aktuellen Märkten wohl erfolgreich sein könnte. Der damals selbstständige Webdesigner konnte immer wieder beobachten, dass Gründungen im Bereich E-Commerce immer dann erfolgreich wurden, wenn das zugrunde liegende Konzept gut und überzeugend war. Anlässlich seiner eigenen Hochzeit begann Andreas Ritter, seine Hochzeitskarten selbst zu entwickeln.

Er bestellte Kartenrohlinge, erarbeitete einen Entwurf und druckte die Karten auf dem eigenen Drucker aus. Als nach dem Fest noch etliche Rohlinge übrig waren, brachte dies den Gründer auf seine Idee. Er begann bereits im Jahr 2013 damit, über eBay individuell gestaltete Hochzeitskarten anzubieten. Dies verlief so erfolgreich und ermutigend, dass er im Jahr 2014 sein eigenes Unternehmen gründete. Ab Januar erfolgte bereits der Verkauf über eBay und Amazon. Im April konnte dann der erste eigene Online-Shop gestartet werden.

Von nun an ging es in großen Schritten weiter. Schon im Februar 2015 musste das junge Unternehmen umziehen. Gleichzeitig wurden neue Kategorien für Karten entwickelt, wie zum Beispiel Konfirmation, Kommunion, Taufe sowie Danksagungen. Im Dezember 2015 wurde dann endlich das professionelle Designstudio eingeführt. Ab jetzt kann jeder Kunde seine Karten selbst individualisieren.

Das Jahr 2016 bringt einen weiteren Umzug. Diesmal entscheidet sich Andreas Ritter für ein größeres Büro mit angeschlossener Produktionshalle. Ab Juni startet außerdem eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne bei Seedmatch.de. Es folgen weitere Kategorien. Außerdem wird ein Laser für lasergeschnittene Karten und personalisierte Artikel angeschafft. Im Jahr 2017 folgt dann der Ausbau der Kategorie Briefumschläge. Auch hier sind ab jetzt Individualisierungen möglich.

Außerdem kommen weitere Geschenkartikel aus den Bereichen „Gläser und Becher“, „Raucherzubehör“, „Küche und Lifestyle“ sowie „Bürobedarf und Schreibwaren hinzu. Im Juli schließlich startet Kartenmachen seine erste internationale Offensive und launcht ein entsprechendes Angebot in England. Natürlich kann niemand ganz genau sagen, wie es bei Kartenmachen in Zukunft weitergehen wird. Eines jedoch lässt sich mit Sicherheit absehen. Andreas Ritter und seinem Team werden die guten Ideen so schnell nicht ausgehen und auch an Tatkraft und Engagement wird es hier wohl kaum fehlen.

Kartenmachen trifft genau ins Schwarze: Die wichtigsten Erfolgsfaktoren

Wenn wir ein erfolgreiches Start-up kennenlernen, dann wollen wir natürlich immer wissen, aus welchen konkreten Gründen sich der Erfolg eingestellt hat. Bei Kartenmachen stehen drei Begriffe im Vordergrund: Einfachheit, Individualität und Bedarfsgerechtigkeit. Die Bedienung von Shop und Designstudio sind einfach und eingängig. Hier wird niemand überfordert, der dazu in der Lage ist, einen Computer halbwegs souverän zu bedienen. Bei Kartenmachen kauft man kein Produkt von der Stange.

Jeder Kunde erhält auf Wunsch seine individuellen Drucksachen und kann auf diese Weise seinen persönlichen Stil pflegen. Und nicht zuletzt trifft das Angebot des Start-ups ganz einfach den Bedarf am Markt und den Geschmack der Menschen. Diese drei Faktoren haben, neben einigen anderen, dem jungen Unternehmen innerhalb von wenigen Jahren zu durchschlagendem Erfolg verholfen. Und es sieht nicht danach aus, dass diese Erfolgsgeschichte in absehbarer Zeit zu Ende gehen könnte.

 


 

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.