[Gründerstory] Box at Work: Aktive Hilfe beim Umzug

Es gibt Dinge, die stehen mehr oder wenige jedem Menschen in seinem Leben mehrmals bevor. Start-ups, denen es gelingt, für solche Gelegenheiten passende Lösungen anzubieten, nutzen eine fast unbegrenzt große Zielgruppe und können sich auf ein stabiles Geschäftsmodell verlassen. Dies trifft auch auf die Box at Work GmbH aus Berlin zu, die wir Ihnen in dieser Gründerstory vorstellen wollen.

 

Eine neue Lösung für ein altes Problem: Aktive Hilfe beim Umzug

Viele von uns mögen es, ihr Domizil zu wechseln und sich in einer ganz neuen Umgebung wohnlich einzurichten. Der Umzug selbst, der leider eine Voraussetzung für den erwünschten Ortswechsel darstellt, ist dagegen keineswegs beliebt. Dies hängt nicht zuletzt mit den berüchtigten Umzugskartons zusammen. Jenen unhandlichen und unpraktischen Transportbehältnissen aus Pappe, die im entscheidenden Moment immer einreißen, die keine wirkliche Stabilität bieten und die nach dem Umzug zusätzlich auch noch zum Entsorgungsproblem werden. Umzugskartons waren bisher ein notwendiges Übel und hieran etwas zu ändern, das hat sich die Box at Work GmbH aus Berlin unter Leitung von Gründer und Geschäftsführer Gerrit Jan Reinders auf die Fahnen geschrieben.

Box at Work ersetzt den Umzugskarton durch eine stabile, belastbare und immer wieder verwendbare Kiste aus Kunststoff. Um dieses Produkt herum werden zusätzlich verschiedene Services angeboten. Welche dies sind, wie sich die Geschäftsidee konkret darstellt, welchen Werdegang das Start-up bisher genommen hat und auf welchen entscheidenden Faktoren der Erfolg von Box at Work basiert, das schauen wir uns gemeinsam mit Ihnen in der folgenden Gründerstory ganz genau an.

 

Gute Ideen bestechen fast immer durch ihre Einfachheit

Das Geschäftsmodell von Box at Work besticht durch seine Einfachheit und Eingängigkeit. Wer einmal von dem dahinterstehenden Konzept gehört hat, der wird sich spätestens beim nächsten Umzug daran erinnern und die Chancen, dann Kunde des Start-ups zu werden, stehen nicht schlecht. Worum geht es hier also? Box at Work vermietet stapelbare Kunststoffboxen, die aus Recyclingmaterial hergestellt werden. Eingesetzt werden diese Boxen so wie herkömmliche Umzugskartons. Allerdings mit einigen entscheidenden Unterschieden:

Die Boxen bestehen aus Kunststoff, sind stabil, stapelbar und sicher. Box at Work verleiht diese nicht nur, sondern lagert sie im Auftrag der Kunden auch ein und liefert sie jederzeit an beliebige Adressen zurück. Die Lagerung erfolgt zur Zeit in Berlin, Stuttgart, Hamburg, Dortmund, Münster, Osnabrück und Bochum. Außerdem steht die entsprechende Infrastruktur auch in Amsterdam zur Verfügung. Innerhalb von 24 Stunden können eingelagerte Boxen abgefordert werden. Der Versand an den Kunden erfolgt dann innerhalb von kürzester Zeit. Neben der Einlagerung der grünen Kunststoffbehältnisse von Box at Work besteht auch die Möglichkeit, eigene Kartons oder Kisten und sogar sperrige Gegenstände abholen und einlagern zu lassen.

Preislich ist dies alles bereits ab einer Gebühr in Höhe von 3,39 Euro pro Monat möglich. Dies berechnet Box at Work für die Einlagerung einer der Kunststoffboxen. Wer die Boxen lediglich mieten möchte, ohne dass diese eingelagert werden sollen, bezahlt 1,49 Euro für einen Zeitraum von zwei Wochen. Die Lieferung und die Abholung der leeren Boxen ist jeweils kostenlos.

 

Vom Geistesblitz zum erfolgreichen Unternehmen in wenigen Schritten

Gerrit Jan Reinders kennt Situation und Problematik seiner Zielgruppe aus eigener Anschauung. Der Gründer und Geschäftsführer von Box at Work ist in seinem Leben schon häufig umgezogen und hatte immer wieder mit Umzugskartons zu kämpfen. Irgendwann waren genug Griffe eingerissen, genug Kartonböden herausgebrochen und genug wertvolle Inhalte nass geworden oder beschädigt. Das Maß war voll und Gerrit Jan Reinders begann intensiv über eine Alternative zum herkömmlichen Umzugskarton nachzudenken. Dies war die Geburtsstunde von Box at Work und beschreibt den Startpunkt einer sehr erfolgreichen Entwicklung.

Der Startpunkt des Start-ups liegt im Jahr 2014 und seitdem ist eine ganze Menge passiert. Finanziert wurde das innovative Unternehmen auf der Basis von Private-Equity. Insgesamt 1,2 Millionen Euro wurden auf diese Weise sehr sinnvoll investiert. Es folgte auf dieser Basis vor allem die Erweiterung des Geschäftsmodells um neue Städte, in denen eigene Lagerflächen zur Verfügung stehen. Auch heute ist Box at Work immer noch auf der Suche nach interessierten Partnern und Franchisenehmern, die den Service des Unternehmens in weiteren Städten realisieren wollen.
Gerrit Jan Reinders selbst ist in seinem Unternehmen übrigens vor allem für Strategie und Finanzen zuständig. Nach rund fünf Jahren als Wirtschaftsprüfer bei Deloitte verfügt der Gründer in diesen Bereichen über optimale Kompetenzen. Darüber hinaus betrachtet sich Gerrit Jan Reinders als begabter Networker und wird nicht müde, immer neue Kontakte zu knüpfen, die sein Unternehmen nach vorne bringen.

 

Nützlich, einfach und verständlich: Die entscheidenden Erfolgsfaktoren

Das Geschäftsmodell von Box at Work versteht jedermann innerhalb von Sekunden. Dies dürfte der erste und wichtigste Erfolgsfaktor des Start-ups sein. Komplizierte Erklärungen kann man sich insofern auf den Internetseiten des Unternehmens sparen. Stattdessen kommt man hier sofort auf den Punkt. Ebenso überzeugend sind die einfache Abwicklung und die ausgeprägte Transparenz in Sachen Kosten. Bestellt wird per Online-Shop. Hierbei können direkt noch nützliche Zusatzprodukte, wie Handschuhe, Klebeband, Luftpolsterfolie, Packdecken oder eine Sackkarre in den Warenkorb gelegt werden. Die Kostenstruktur ist transparent und auf Anhieb zu durchschauen. Versteckte Gebühren gibt es nicht. Insofern erwarten den Kunden keine unangenehmen Überraschungen. Auch die Lagerung von Boxen oder eigenen Produkten und deren anschließende Abforderung gestalten sich denkbar einfach und unkompliziert.

 

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Box at Work dürfte in jedem Fall der ausgeprägte ökologische Aspekt sein. Umweltschutz steht deutlich im Mittelpunkt. Die Boxen sind bis zu 400-mal verwendbar. Anschließend wird jede Box in eine neue Box umgewandelt. Erkennbar ist diese Vorgehensweise auch am „Blauen Engel“, den jedes Behältnis trägt. Außerdem wird ein Teil der Gewinne des Unternehmens in die Renaturierung von Wäldern und Städten investiert. Verschiedene Features und Extras machen die Arbeit mit Box at Work für den Kunden noch angenehmer. So steht zum Beispiel eine eigene App zur Verfügung, in die man jede Box per Scan eines Barcodes einfach aufnehmen kann. Ergänzt um Fotos oder Notizen entsteht auf diese Weise ein individuelles Archiv der eingelagerten Dinge. Die Boxen lassen sich übrigens per Vorhängeschloss oder beschrifteten Kabelbindern gegen unbefugtes Öffnen schützen, sodass auch die Sicherheit nicht auf der Strecke bleibt. Insgesamt präsentiert Box at Work ein überaus überzeugendes und sinnvolles Konzept, dessen Erfolg keineswegs zufällig, sondern stattdessen der guten Idee und der ausgezeichneten Umsetzung geschuldet ist.

 

 


 

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.