Gründen leicht gemacht: In 5 einfachen Schritten zum eigenen Unternehmen

Die Vorstellung, ein eigenes Unternehmen zu gründen, hat für viele Menschen eine enorm anziehende Wirkung. Ebenso weit verbreitet sind allerdings auch Ratlosigkeit und Unsicherheit in Bezug auf die Herausforderungen einer erfolgreichen Gründung. Wir erklären Ihnen deshalb, wie der Start des eigenen Unternehmens in 5 einfachen Schritten sicher und strukturiert erfolgen kann.

5 Schritte zur Existenzgründung

 

Für Gründer gilt: Eine sorgfältige Planung ist schon die halbe Miete

Ein Unternehmen gründet man nicht jeden Tag. Dieser Akt stellt im Leben von beruflich Selbständigen etwas Besonders dar und meist erlebt man diesen Vorgang nicht allzu häufig. Es ist von daher kein Wunder, dass die Vorstellungen vom Start eines eigenen Unternehmens mit einer ganzen Reihe von Sorgen und Ängsten verbunden sind. Schließlich riskiert man ja auch einiges, wenn man sich auf den Weg in die berufliche Selbständigkeit einlässt.

Wer seine Chancen mit dem jungen Unternehmen signifikant verbessern möchte und dabei Wert auf eine möglichst störungsfreie Gründungsphase legt, der sollte sich vor allem um eine gründliche und sorgfältige Planung bemühen. Entsteht ein Unternehmen stattdessen mehr oder weniger zwischen Tür und Angel, ohne dass sich der Gründer im Vorfeld mit den theoretischen Voraussetzungen und Anforderungen seines neuen Berufs vertraut gemacht hat, dann steigt damit das Risiko eines Scheiterns in erheblichem Umfang.

Die folgenden 5 Schritte sollen Ihnen tatkräftig dabei helfen, den Weg zum eigenen Unternehmen unbeschadet zu überstehen. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass Sie sich in der Vorbereitungsphase für jeden einzelnen Schritt viel Zeit nehmen. Denken Sie immer daran: Je gründlicher und sorgfältiger Sie jetzt arbeiten, desto größer sind Ihre Aussichten auf ein dauerhaft erfolgreiches Business. Wir wünschen Ihnen jetzt viel Erfolg bei der Planung und der Umsetzung.

 

Schritt 1: Die Entscheidung zur Selbständigkeit

Der wichtigste Schritt auf dem Weg in die berufliche Selbständigkeit ist mit Sicherheit Ihre Entscheidung, überhaupt ein eigenes Unternehmen zu gründen. Wenn Sie nun denken, dass sich dies doch wohl von selbst versteht, dann haben Sie vielleicht noch nicht gründlich genug darüber nachgedacht, wie wesentlich es für Ihren beruflichen Erfolg ist, dass Sie wirklich voll und ganz hinter Ihrer Geschäftsidee und Ihrem Unternehmen stehen. Nur als Vollblut-Unternehmer verfügen Sie über optimale Chancen, Ihren Lebensunterhalt auf Dauer auf der Basis selbständiger Arbeit zu erwirtschaften.

Bedenken Sie, dass diese wichtige Entscheidung nicht nur Sie allein betrifft. Ihr neuer Status als Unternehmer hat auch deutliche Auswirkungen auf Ihre Familie und Ihren Freundeskreis. Sie sollten deshalb die Menschen in Ihrer Nähe frühzeitig in Ihre Entscheidung einbeziehen. Spielen Sie dabei mit offenen Karten und bringen Sie deutlich zum Ausdruck, dass Sie künftig einen großen Teil Ihrer Zeit damit verbringen werden, sich um Ihr Unternehmen zu kümmern. Auf Sparflamme, dies gilt vor allem für die ersten Jahre nach der Gründung, lässt sich kein Betrieb erfolgreich führen. Nutzen Sie die Überlegungen rund um die Entscheidung zur Selbständigkeit in jedem Fall, um Ihre Motivation noch einmal streng zu überprüfen. Denken Sie daran, dass Sie in diesem Beruf voll und ganz gefordert sein werden.

 

Schritt 2: Die Überprüfung Ihrer Talente und Schwächen

Dieser zweite Schritt auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen wird von vielen Gründern unterschätzt oder sogar komplett ausgelassen. Dabei ist er ausgesprochen wichtig. Sie müssen sich, bevor Ihre selbständige Karriere wirklich starten kann, ausgiebig mit Ihren persönlichen Stärken und Schwächen auseinandersetzen. Dies ist vor allem in Bezug auf die Annäherung an Ihre spätere Geschäftsidee unersetzlich. Im Idealfall werden Sie sich in einem Bereich selbständig machen, in dem all Ihre Talente optimal zum Einsatz kommen, während Sie gleichzeitig Ihren Schwächen keine Gelegenheit bieten, Ihren geschäftlichen Erfolg zu gefährden. Um hier von Anfang an die Weichen richtig stellen zu können, ist jetzt erst einmal Selbsterkenntnis angesagt.

Beginnen Sie also darüber nachzudenken, was Sie wirklich gut können. Denken Sie dabei nicht nur an angeborene Talente, sondern auch an Fähigkeiten und Kenntnisse, die Sie sich in Ihrem bisherigen Leben schon aneignen konnten. Beschäftigen Sie sich aber ebenso gründlich mit den Dingen, die Sie nicht sonderlich gut können oder die Sie einfach nicht gerne erledigen. Befragen Sie hierzu auch Personen, die Sie sehr gut kennen und die Ihnen besonders nahe stehen. Diese haben oft einen besseren Überblick über Ihre Schwachstellen als Sie selbst.

 

Schritt 3: Die Entwicklung einer individuellen Geschäftsidee

Sie haben die Entscheidung für Ihre berufliche Selbständigkeit getroffen, Ihr soziales Umfeld darüber informiert und sich Gedanken über Ihre individuellen Stärken und Schwächen gemacht. Nun ist es an der Zeit, dass Sie sich mit der Entwicklung Ihrer eigentlichen Geschäftsidee beschäftigen. Bedenken Sie hierbei, dass es in der Regel nicht erforderlich ist, das Rad neu zu erfinden, nur weil Sie ein neues Unternehmen gründen wollen. Vielmehr handelt es sich bei den erfolgreichsten Unternehmen um solche, die sich von bereits etablierten Vorbildern haben inspirieren lassen.

Vor diesem Hintergrund sollten Sie ab jetzt jede Gelegenheit nutzen, sich mit den Geschäftsideen anderer auseinanderzusetzen. Unsere Plattform bietet Ihnen hierzu optimale Möglichkeiten, da wir Ihnen immer wieder neue Geschäftsideen vorstellen, die bereits erfolgreich umgesetzt wurden. Viele davon sind bisher nur im Ausland realisiert worden und warten nur darauf, für den deutschen Markt angepasst und individualisiert zu werden.  Oft erweisen sich erfolgreiche Gründungskonzepte auch als kluge Kombinationen von mehreren bereits bestehenden Geschäftsideen. Dabei sollten Sie nicht versuchen, einen guten Einfall zu erzwingen. Beschäftigen Sie sich einfach eingehend mit dem Thema. Früher oder später kommt dann Ihre persönliche Geschäftsidee in einem unerwarteten Moment ganz von selbst zu Ihnen.

 

Schritt 4: Die Erstellung eines belastbaren Businessplans

Nachdem Sie Ihre eigentliche Geschäftsidee entwickelt haben, kommt es im nächsten Schritt nun darauf an, sie auf Herz und Nieren zu überprüfen. Schließlich sollen Sie Ihre Zeit und Ihr Geld nicht in ein Konzept investieren, von dem man bereits im Vorfeld hätte feststellen können, dass es nicht funktionieren wird. Um dies auszuschließen verwenden clevere Gründer einen verbindlichen Businessplan. Hierbei handelt es sich im Prinzip um eine Simulation des späteren Geschäftsbetriebes, die dabei hilft, einzuschätzen, ob es sich um ein lohnenswertes Konzept oder um ein aussichtsloses Unterfangen handelt.

Ein guter Businessplan sollte einen Zeitraum von insgesamt drei Jahren umfassen. Man stellt hierbei die prognostizierten Einnahmen auf der einen Seite den abschätzbaren Kosten auf der anderen Seite gegenüber und berechnet auf dieser Basis das Ergebnis der angestrebten Geschäftstätigkeit. Fällt dieses Ergebnis positiv aus, erzielt man also mit anderen Worten Gewinn, dann kann man mit dem Gründungsvorhaben fortfahren. Stellt man bei der Simulation jedoch fest, dass unter dem Strich ein Minus erwirtschaftet würde, dann muss man nachbessern oder sich sogar für eine andere Geschäftsidee entscheiden.

 

Schritt 5: Die Finanzierung Ihres künftigen Unternehmens

Der Businessplan zeigt nicht nur auf, wie sich Gewinne und Verluste innerhalb der ersten Jahre eines jungen Unternehmens entwickeln. Er gibt auch Auskunft darüber, wie viel Geld man benötigt, um das Gründungsvorhaben realisieren zu können. Im Idealfall handelt es sich um eine Geschäftsidee, für die man gar kein sonderliches Kapital benötigt. Solche Konzepte sind allerdings eher selten, zumal man zu den Gründungskosten auch den eigenen Lebensunterhalt für die ersten Monate zählen muss, in denen das junge Unternehmen nur geringe Umsätze erzielt.

Wenn man bei den Berechnungen des Finanzbedarfs feststellt, dass man diese nicht aus eigenen Mitteln darstellen kann, muss man sich um eine externe Finanzierung bemühen. Neben einer klassischen Finanzierung durch die eigene Hausbank kann man hier zum Beispiel auf das moderne Crowdfunding im Internet, die Beteiligung privater Investoren oder das Engagement eines Business-Angels zurückgreifen. Ebenfalls interessant sind aber auch Fördermittel und staatlich geförderte Darlehen. Es gibt eine recht große Auswahl an solchen Vorzugsfinanzierungen, die auf Bundes-, Landes- oder auch Kommunal-Ebene angeboten werden. Nicht zuletzt kann man auch darüber nachdenken, zur Finanzierung an einem großzügig dotierten Gründerwettbewerb teilzunehmen.

 

So schaffen Sie ideale Voraussetzungen für die Existenzgründung

 


 

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.