[Gründerstory] Foodist: Handgefertigte Lebensmittel und Food Trends per Abonnement

Ernährungstrends stehen bei vielen Verbrauchern dauerhaft im Fokus und werden auch in den Medien mit großem Interesse verfolgt. Dies machen sich zwei ambitionierte Gründer aus Hamburg zunutze und bieten mit dem Start-up Foodist ein spannendes Abo-Modell für Feinschmecker und Food-Interessierte. Wir stellen das junge Unternehmen vor und berichten über die Hintergründe.

 

Foodist bietet Spezialitäten von unabhängigen Manufakturen aus ganz Europa

Es gibt hierzulande immer mehr Menschen, die sich stark für Trends in Sachen Ernährung interessieren und die Wert darauf legen, aktuelle Entwicklungen in diesem Bereich kennenzulernen und Spezialitäten probieren zu können. Da wir es hier aber mittlerweile mit einem globalen Markt zu tun haben, ist es gar nicht einfach, den Überblick über sämtliche Food-Innovationen zu halten. An dieser Stelle kommt die Foodist GmbH aus Hamburg ins Spiel. Das von Ole Schaumberg und Alex Djordjevic gegründete Unternehmen hat sich nämlich darauf spezialisiert, seine Kunden Monat für Monat mit ansprechenden Boxen zu versorgen, die randvoll mit Spezialitäten von unabhängigen Manufakturen aus ganz Europa gefüllt sind. Was es mit dem Geschäftskonzept auf sich hat, wie sich der bisherige Werdegang darstellt und welche Faktoren maßgeblich zum Erfolg des Start-ups beigetragen haben, erfahren Sie in unserer aktuellen Gründerstory.

 

Lebensmittel per Abonnement: Erfolg gegen sämtliche Prognosen

Eines müssen wir an dieser Stelle vorwegnehmen: Die beiden Gründer Ole Schaumberg und Alex Djordjevic mussten sich im Vorfeld ihrer Unternehmensgeschichte eine ganze Menge kritische und zweifelnde Kommentare gefallen lassen. Experten und auch Personen aus dem unmittelbaren Umfeld konnten sich einfach nicht vorstellen, dass das Konzept der beiden zum Erfolg führen sollte. Doch die Kritiker und Zweifler sollten sich gründlich irren. Heute kann sich jeder davon überzeugen, dass Foodist zu einem überaus erfolgreichen Unternehmen herangewachsen ist.

 

Das Grundprinzip ist dabei recht einfach. Das Team von Foodist durchforstet viele Gegenden Europas Monat für Monat auf der Suche nach ausgefallenen, innovativen, gesunden und vor allem wohlschmeckenden Spezialitäten. Diese werden sodann eingekauft und liebevoll in Gourmet-Boxen verpackt. Diese Boxen wiederum können bei Foodist sowohl einzeln als auch im praktischen und günstigen Abo bezogen werden. Dazu bekommen die Besteller jeweils ein ansprechendes Magazin. Hier werden auf der einen Seite die jeweils enthaltenen Produkte detailliert vorgestellt. Auf der anderen Seite bietet das Foodist-Magazin viele Rezepte, Anregungen und Hintergrundinformationen.

Zur Auswahl stehen dabei zwei unterschiedliche Boxen. Da ist zum einen die Fine Food Box. Hierbei handelt es sich um eine mit Feinkost-Lebensmitteln gefüllte Kiste. Diese sind nicht nur exklusiv und sehr sorgfältig ausgewählt. Auch eine herausragende Qualität und ein hervorragender Geschmack sind dem Besteller garantiert. Die Box enthält 6 bis 8 verschiedene Produkte.

Alternativ hierzu steht die Fine Food Box Active zur Auswahl. Diese beinhaltet ebenfalls 6 bis 8 Produkte, konzentriert sich aber auf Superfoods zur Entdeckung neuer Foodtrends. Die Artikel sind dabei oft vegan und frei von Zucker und richten sich vor allem an gesundheitsbewusste Menschen.

Beide Boxen werden im Abo zu einem Preis ab jeweils 24,90 Euro angeboten, wenn sich der Kunde für einen Vertrag mit einer Laufzeit von einem Jahr entscheidet. Mit sinkender Laufzeit steigen die Preise leicht an. Einzelbestellungen ohne Abo schlagen mit einem Preis von 29,90 Euro zu Buche. Dabei enthalten die Boxen garantiert Waren im Wert von mindestens 32,00 Euro. Im eigenen Web-Shop können darüber hinaus auch einzelne Produkte bequem bestellt werden.

 

Der Werdegang eines außergewöhnlichen Start-ups

Die Geschichte von Foodist reicht, wie bei so vielen erfolgreichen Startups, bis in die Studienzeit der beiden Gründer Ole Schaumberg und Alex Djordjevic zurück. Sie lernten sich an der Business Universität Hamburg HSBA kennen und begannen schon früh damit, ihre Gedanken über ein gemeinsames Unternehmen zu entwickeln und auszutauschen. Auf diese Weise entstand schließlich die Idee, einen Online-Shop für Überraschungsboxen zu eröffnen, die mit außergewöhnlichen Produkten der internationalen Foodszene gefüllt sein sollten. Im Jahr 2012 war es dann schließlich so weit: Foodist wurde mit einem Startkapital von nur 4.000 Euro gegründet.

Ole Schaumberg und Alex Djordjevic entschieden sich zur weiteren Entwicklung ihres Start-ups für ein Crowdfunding-Konzept über den Anbieter Companisto. Durch mehrere erfolgreiche Finanzierungsrunden kam schließlich genug Geld zusammen, um Foodist schrittweise immer weiter zu entwickeln. Einen besonderen Coup landete Foodist durch die Teilnahme an der VOX-Sendung „Höhle der Löwen“. Man konnte sich hier mit der kritischen Jury zwar nicht auf einen Deal oder eine geschäftliche Konstruktion einigen. Dafür sorgte der Auftritt im TV für Ole Schaumberg und Alex Djordjevic aber für eine hervorragende Publicity, die in der Folge zu deutlich steigenden Besucherzahlen und Umsätzen führte.

Innerhalb von zwei Jahren konnte durch das Crowdfunding auf der einen und durch den Auftritt der Fernsehsendung auf der anderen Seite ein jährlicher Umsatz in Höhe von 1,5 Millionen Euro erzielt werden. Das Geschäftsmodell wurde in der Folge immer stärker an den Markt und an die Bedürfnisse von Herstellern und Verbrauchern angepasst. Dies führte letztlich dazu, dass das Medienunternehmen Ströer zunehmendes Interesse an Foodist entwickelte. Im August 2016 entschieden sich Ole Schaumberg und Alex Djordjevic schließlich dazu, ihr Unternehmen an den Investor zu verkaufen. Dabei gaben sie ihr Baby aber keinesfalls aus den Händen. Sie stehen Foodist nach wie vor als Geschäftsführer vor und entwickeln das Foodist Konzept stetig weiter. Aktuell wurde eine eigene Produktreihe entwickelt und gelauncht.

 

Die Erfolgsfaktoren von Foodist in der Übersicht

Bei Foodist überzeugt vor allem die Selfmade-Mentalität der beiden Gründer. Diese ließen nichts unversucht, um ihre Idee in die Tat umzusetzen. Sowohl durch das Crowdfunding als auch durch den Aufritt bei VOX stieg die Bekanntheit des jungen Unternehmens rapide an und sorgte für viele Besucher und gute Bestellquoten.

Hinzu kommt, dass es sich einfach um eine gute Idee handelt. Wer innerhalb der heutigen Foodszene den Überblick über Neuheiten behalten möchte, der muss eine ganze Menge Zeit aufbringen. Hier springt Foodist in die Bresche und nimmt interessierten Feinschmeckern viel Arbeit ab. Das bequeme Abo-Modell sorgt dafür, dass ausgewählte Produkte ganz von selbst zu den Bestellern gelangen. Das Abonnement lässt sich dabei auch hervorragend verschenken. Der komplexe Online-Shop, die mittlerweile erhältlichen Eigenartikel und natürlich das informative und interessante Magazin trugen ebenfalls maßgeblich zum Erfolg von Foodist bei. Es bleibt abzuwarten, welche Ideen und Konzepte Ole Schaumberg und Alex Djordjevic in der nächsten Zeit noch verwirklichen werden.

 

 


 

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.