Gleiche Chancen für alle Gründer: DropShipping als Erfolgsmodell

Auch wenn uns Politik und Medien immer wieder zu erklären versuchen, dass wir in einem gerechten Land voller Chancengleichheit leben, weiß zumindest jeder Gründer und angehende Unternehmer, dass dies nur bedingt richtig ist. Natürlich: Jeder von uns kann beim zuständigen Amt einen Gewerbeantrag stellen und mit seinem eigenen Unternehmen loslegen. Doch vergleichen Sie selber einmal die Chancen eines vermögenden Gründers und eines künftigen Unternehmers mit weniger komfortablen Finanzen.

DropShipping als Erfolgsmodell

Schnell stellt man fest, dass der Gründer aus gutem Hause, der sich um ein paar Tausend Euro nicht weiter sorgen muss, seinem ärmeren Konkurrenten deutlich überlegen ist. Mit Leichtigkeit mietet der erstgenannte sich Firmenräume, schafft alle nötigen Gerätschaften und Einrichtungsgegenstände an, stellt Personal ein und weiß ganz genau, dass er während der ersten Monate seiner Selbständigkeit nicht wirklich auf Einnahmen angewiesen sein wird. Und sein ärmerer Kollege? Der muss jeden Cent dreimal herumdrehen und ist, wenn überhaupt möglich, auf die Investitionen anderer angewiesen, um seinem Unternehmen einen ebenso guten Start in die Wirtschaftswelt zu bereiten, wie sein vermögender Konkurrent.

Kapitalunabhängige Gründung mit DopShipping

So zumindest stellte sich die Gründerszene bisher dar. Nicht sonderlich gerecht, wie man schnell bemerkt. Doch das hat sich, zumindest im Bereich E-Commerce, vor kurzer Zeit geändert. Die Rede ist von der Entwicklung und der Einführung des Handelsmodells DropShipping, das nicht weniger darstellt, als eine Revolution im Wirtschaftsleben. Der DropShipping-Händler benötigt nämlich zur Gründung weder ein nennenswertes Kapital, noch großartige Firmenräume oder kostspielige Angestellte. Er kann im Grunde genommen stattdessen „von der Hand in den Mund“ gründen und muss sich über die Finanzierung seines Vorhabens kaum Gedanken machen. Doch warum ist das so? Wodurch wird DropShipping im Vergleich zum konventionellen Online-Händler so besonders?

Der wichtigste Unterschied zwischen einem DropShipping-Handelsmodell und dem gewöhnlichen Handel besteht darin, dass der DropShipping-Händler im Vorfeld keine Waren einkauft. Er stellt zwar Produkte in seinen Shop ein. Diese verbleiben allerdings bei seinem Lieferanten und werden im Falle einer Bestellung direkt von dort aus an den Endkunden versendet. Der Vorteil liegt auf der Hand: Da keine Waren eingekauft werden, benötigt man hierfür auch kein entsprechendes Kapital. Doch damit nicht genug. Wer nämlich gar keine Produkte einkauft und versendet, der braucht weder ein Lager, noch Personal für den Versand. Beim Prinzip DropShipping werden einfach alle zeitaufwendigen und kostspieligen Arbeitsschritte an den jeweiligen Hersteller oder Großhändler der angebotenen Produkte ausgelagert. Dieser würde die Ware im Normalfall ja ohnehin an den Händler versenden. Von daher stellt es für ihn kaum einen Unterschied dar, dass er stattdessen den Direktversand an den Verbraucher übernimmt. Im Ergebnis führt das Handelsmodell DropShipping bei entsprechend aufgestellten Unternehmer dazu, dass sie sehr viel Zeit für die Gestaltung ihrer Sortimente, die Betreuung ihrer Kunden und die Bekanntmachung ihrer Angebote haben, während ihre konventionell arbeitenden Konkurrenten sich Tag für Tag mit der aufwendigen Auftragsabwicklung herumschlagen. Das ist nicht nur gut für die Erfolgsaussichten von DropShipping-Unternehmen, sondern macht das Handelsmodell auch zur idealen Idee, wenn es um eine nebenberufliche Selbständigkeit geht.

INTERNETHANDEL Ausgabe Nr. 122 (12/2013) – DropShipping als ErfolgsmodellDa es auch bei diesem revolutionären Modell nicht ohne eine zündende Geschäftsidee geht, hat sich INTERNETHANDEL für seine aktuelle Ausgabe (Nr. 122, Dezember 2013) etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Unsere Redakteure stellen im Rahmen einer ausführlichen und leicht verständlichen Titelstory nicht nur das Prinzip DropShipping kompakt und praxisnah vor. Unsere Leser werden zudem mit insgesamt 10 hochkarätigen Geschäftsideen versorgt, die alle auf einer Kombination von DropShipping auf der einen und einem cleveren Konzept auf der anderen Seite basieren. Hier entdeckt jeder Gründer und angehende Unternehmer auf Anhieb eine Geschäftsidee, die zu ihm passt und mit der er sofort beginnen kann. Und das ganz ohne Kapital und ohne hohe monatliche Kosten.

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.