Erfolg ist planbar: 6 Strategien für Geschäftsideen, die wirklich funktionieren

Jeder Gründer und angehende Unternehmer wünscht sich für sein geschäftliches Projekt natürlich den größtmöglichen Erfolg. Doch welche Faktoren entscheiden letztlich darüber, welche Start-ups erfolgreich werden und welche nicht? Wir haben diese Frage untersucht und stellen Ihnen 6 Strategien vor, mit denen Sie Ihre geschäftlichen Überlebenschancen deutlich verbessern können.


Schritt für Schritt zum erfolgreichen Start-up

Natürlich spielt das persönliche Glück auch im Geschäftsleben eine gewisse Rolle. Ob sich Ihr Gründungsvorhaben erfolgreich entwickelt oder ob es scheitert, hängt damit zu einem gewissen Anteil von Faktoren ab, auf die Sie keinen Einfluss haben. Dieser Anteil ist allerdings deutlich kleiner, als viele Gründer denken. Daher sollten Sie bei Planung und Start eines neuen Unternehmens nicht darauf warten, dass sich glückliche Zufälle einstellen, sondern lieber handfest daran mitwirken, dass Ihr Projekt prosperiert.

Die folgenden Strategien helfen Ihnen dabei, die Erfolgschancen Ihres Start-ups deutlich zu steigern.

 

Strategie 1: Das Ohr am Puls des Verbrauchers

Die Qualität einer Geschäftsidee lässt sich immer nur im Kontext ihrer Zeit bewerten. Gute Ideen setzen sich nur dann durch, wenn sie optimal zum Zeitgeschmack, den aktuellen Verbraucherwünschen und zu den gesellschaftlichen Trends passen. Als die US-amerikanische Firma NuvoMedia im Jahr 1999 das „Rocket eBook“ auf den Markt brachte, floppte die Idee, Bücher auf einem elektronischen Gerät zu lesen, erbarmungslos. Nur wenige Jahre später waren Verbraucher und Märkte dann bereit für die Innovation und heute werden mit elektronischen Büchern weltweit Milliardenumsätze erzielt.

An diesem Beispiel lässt sich perfekt erkennen, dass erfolgreiche Geschäftsideen immer ein passendes Zeitfenster benötigen und für Gründer und angehende Unternehmer stellt es eine sehr anspruchsvolle Aufgabe dar, die Marktsituation, die Verfassung der großen Verbrauchergruppen und den Zeitgeist und Zeitgeschmack zu erfassen und zu berücksichtigen. Unterlässt man es allerdings, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, dann geht man mit der Gründung ein sehr großes Risiko ein.

Unser Tipp: Beschäftigen Sie sich vor und während der Planungsphase ausführlich mit den großen Trends und bewerten Sie Ihre Idee vor deren Hintergrund.

 

Strategie 2: Die Gründungskosten als Erfolgsbarriere

Bei manchen Geschäftsideen scheint auf den ersten Blick wirklich alles zu stimmen. Sie überzeugen durch ihre Originalität und Innovationskraft, führen zu ausgezeichneten Einkommensmöglichkeiten, stehen absolut im Trend und sind bestens auf die aktuelle Marktsituation ausgerichtet. Und dennoch stehen die Erfolgschancen nicht gut, da die Umsetzung und Realisierung der Idee so aufwendig ist, dass sie ein Vermögen verschlingen würde, das den meisten Gründern nicht zur Verfügung steht.

Es gehört daher zur Planung jeder Geschäftsidee zwingend dazu, sich umfassend mit den Gründungskosten zu beschäftigen und darauf zu achten, dass sich diese in einem realistischen Rahmen bewegen. Wenn Sie vor der eigentlichen Marktreife zunächst ein Vermögen in die Entwicklung von Produkten oder Software investieren müssten, benötigen Sie den Zugriff auf ein ausreichend großes Startkapital. Auch wenn Ihre Idee noch so gut ist: Sie muss sich unter wirtschaftlichen Aspekten auch realisieren lassen, da sie ansonsten wertlos ist.

Unser Tipp: Definieren Sie im Vorfeld das Startkapital, das Ihnen zur Verfügung steht und richten Sie Ihre Geschäftsidee konsequent an Ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten aus.

 

Strategie 3: Geschäftsmodelle müssen einträglich sein

Unerfahrene Gründer tendieren dazu, ihre eigenen Geschäftsideen vor allem anhand von deren Originalität zu bewerten. Wenn Freunde und Bekannte begeistert auf Erzählungen über das geplante Projekt reagieren und sich dabei vor allem lobend über die große Kreativität und Innovationskraft äußern, genügt dies oft schon für einen Gründungsimpuls. In der harten Realität kommt es allerdings nicht nur darauf an, ob sich eine Idee aufgrund ihrer Originalität durchsetzen kann. Sie muss vor allem geschäftlich einträglich sein, da das frisch gegründete Unternehmen ansonsten nicht lange überleben wird.

Um das Risiko zu minimieren, dass man sich auf die verkehrte Geschäftsidee stürzt und damit früher oder später Schiffbruch erleidet, ist der Einsatz eines belastbaren Businessplans unverzichtbar. Der Businessplan simuliert die geschäftliche Entwicklung der nächsten Jahre anhand von sorgfältig erhobenen Daten und Prognosen und zeichnet auf diese Weise ein sehr verlässliches Bild der geschäftlichen Leistungsfähigkeit des angestrebten Unternehmens.

Unser Tipp: Wenn Sie selbst keine Erfahrung mit der Erstellung von Businessplänen haben, dann sollten Sie sich mit einem Gründer- oder Steuerberater in Verbindung setzen.

 

Strategie 4: Es kommt auf die Alleinstellungsmerkmale an

Ihre Geschäftsidee muss gegenüber Ihren Zielgruppen deutlich zum Ausdruck bringen, warum es sich bei Ihrem Angebot um die bestmögliche Offerte für Ihre Kunden handelt. Was unterscheidet Ihre Produkte oder Dienstleistungen von denen der Konkurrenz, welche Talente und Fähigkeiten sind dafür verantwortlich, dass Sie einfach besser sind als die anderen und welche überzeugenden Gründen können Sie der potenziellen Kundschaft liefern, sich ausgerechnet für Sie und Ihr Unternehmen zu entscheiden?

Experten bezeichnen die Antworten auf diese ungestellten Fragen des Verbrauchers als strategische Positionierung. Es ist jedem Gründer, ganz unabhängig vom individuellen Geschäftsbereich, dringend zu empfehlen, sich ausführlich mit diesem Thema zu beschäftigen und schlüssige Antworten zu entwickeln. Konzentrieren Sie sich dabei vor allem auf Ihre Alleinstellungsmerkmale, also jene Dinge, die Sie einfach viel besser können als Ihre Konkurrenten. Nur wenn Interessenten den klaren Vorteil Ihrer Leistungen verstehen, wird es Ihnen gelingen, sie zu Kunden zu generieren.

Unser Tipp: Konzentrieren Sie sich während der gesamten Planungsphase immer wieder auf Ihre Alleinstellungsmerkmale, da von ihnen der spätere Erfolg abhängt.

 

Strategie 5: Alles braucht seine Zeit

Selbst die besten Geschäftsideen erzielen den Höhepunkt ihres Erfolges und ihrer Einträglichkeit erst nach einer gewissen Zeit. Kein Konzept erreicht Märkte und Verbraucher innerhalb von kürzester Zeit, sondern muss sich erst allmählich verbreiten. Vom Ausbleiben eines deutlichen Anfangserfolges sollte man sich als Gründer daher auf keinen Fall desillusionieren lassen. Auch wenn die Idee noch so gut, brauchen Sie ein wenig Geduld, bis sie sich durchgesetzt hat.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass Ihnen während dieser Markteinführungsphase nicht die finanziellen Mittel ausgehen. Sehr viele Unternehmen mussten trotz großer Potenziale ihre Tore bereits vorzeitig schließen, weil ihre Gründer nicht daran gedacht hatten, den Finanzbedarf der ersten Monate zu planen und vor allem zu decken. Scheitert Ihr geschäftliches Konzept aus diesen Gründen, dann wird es sehr schwer, sich von dem Rückfall zu erholen und die Idee zu einem späteren Zeitpunkt wieder erfolgreich an den Markt zu bringen.

Unser Tipp: Vermeiden Sie während der ersten Wochen und Monate nach der Gründung, sich mit hohen laufenden Kosten zu belasten und halten Sie Ihre Ausgaben niedrig.

 

Strategie 6: Nur gemeinsam sind Sie stark

Während man in der Küche nach dem Leitspruch handelt, dass viele Köche den Brei verderben, sieht es in der Gründerszene anders aus. Hier kann es nicht schaden, verschiedene Kompetenzen zu bündeln und ein neues Unternehmen gemeinsam mit anderen aus der Taufe zu heben. Auf diese Weise lassen sich die Fähigkeiten und Kenntnisse mehrerer Personen geschickt miteinander bündeln. Die Verantwortung für das Start-up verteilt sich auf mehrere Schultern und auch in Sachen Motivation hat es deutliche Vorteile, wenn man mit seinem Konzept nicht allein dasteht.

Allerdings muss die Zusammensetzung eines Gründerteams passen. Alle Beteiligten müssen sich über gemeinsame Ziele einig sein und am selben Strang ziehen. Ist dies nicht der Fall, dann ergeben sich schnell Unstimmigkeiten, die sich negativ auf den Gründungsverlauf auswirken oder sogar die Existenz des jungen Unternehmens gefährden können. Daher sollten die Mitbegründer immer mit der größten Sorgfalt ausgewählt werden.

Unser Tipp: Bevorzugen Sie bei der Auswahl von Partnern für Ihr Gründungsteam Personen, die Sie schon lange kennen und bereits in Arbeitssituationen erlebt haben.

 


 

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.