Das sind die 5 wichtigsten E-Commerce-Erfolgsfaktoren des Jahres 2014

So unterschiedlich die E-Commerce-Szene auch sein mag: Jeder Online-Händler wünscht sich für sein Unternehmen maximalen Erfolg. Und obwohl der Markt kontinuierlich wächst, ist es heute gar nicht mehr so einfach, zu den Gewinnern im Online-Handel zu zählen. Entscheidend für den Erfolg ist mittlerweile die Berücksichtigung ganz konkreter Faktoren. Shop-Betreiber, die sich den neuen Trends und Ausrichtungen an den Märkten entziehen, werden schon bald das Nachsehen haben. Wir berichten darüber, auf welche Erfolgsfaktoren es im Jahr 2014 im E-Commerce wirklich ankommt und erklären Ihnen, wie Sie Ihren Shop fit für die neuen Anforderungen machen.

Die 5 wichtigsten E-Commerce-Erfolgsfaktoren des Jahres 2014

Gute Konzepte für harte Zeiten

Die Zeiten, in denen Sie als Online-Händler nicht viel mehr tun mussten, als kommentarlos eine Ladung von Produkten über Ihren potenziellen Kunden auszugießen, sind endgültig vorbei. Wer sich als Internetunternehmer nach wie vor dieser Attitüde bedient, der wird schon sehr bald den Anschluss an die Konkurrenz verpassen, wenn er nicht ohnehin bereits aus dem Rennen geflogen ist. Wer also glaubt, dass er als Shop-Betreiber ganz von selber von zweistelligen Wachstumsquoten im E-Commerce profitiert, der befindet sich im Irrtum. Zwar wird der Markt immer größer. Gemeinsam mit ihm wachsen aber auch der Mitbewerb und vor allem die Ansprüche der Verbraucher.

Es ist also an der Zeit, sich Gedanken über neue Strategien zu machen, wenn man durch den Verkauf von Produkten im Internet nach wie vor gute Umsätze und attraktive Gewinne realisieren will. Die gute Nachricht: Die Chancen, im Online-Handel ausgezeichnete Ergebnisse zu erzielen, sind nach wie vor hervorragend. Vorausgesetzt, man berücksichtigt einige wichtige Trends und Entwicklungen und begegnet Markt und Verbrauchern mit der Bereitschaft, auf innovative Konzepte zu setzen. Lernen Sie im Folgenden die wichtigsten E-Commerce-Erfolgsfaktoren für das Jahr 2014 kennen. Wenn Sie unsere Tipps berücksichtigen, haben Sie guten Grund, weiterhin optimistisch in die geschäftliche Zukunft zu blicken.

Faktor 1: Bieten Sie Ihren Kunden emotionale Einkaufserlebnisse

Erinnern Sie sich noch an die Anfangszeiten des E-Commerce und daran, wie die ersten Internet-Shops ausgesehen haben? Bestimmt fallen Ihnen dabei spontan nüchterne und karge Produktlisten ohne Abbildungen und ohne detaillierte Beschreibungen ein. Die Gestaltung der Einkaufsseiten war trist und trostlos und nicht selten bestand das zweifelhafte „Highlight“ aus einem lächelnden Briefkastensymbol mit Flügeln, die per Gif-Animation in eine Art von Bewegung versetzt wurden. Die Rückbesinnung auf die Web-Shops aus der Pionierzeit des E-Commerce wirkt beinahe schon wie eine Zeitreise. Dabei liegt diese Ära nur wenige Jahre zurück. Welch ein Unterschied zu den virtuellen Einkaufswelten von heute.

Inzwischen ist der Internethandel den Kinderschuhen deutlich entwachsen und mit ihm zusammen haben sich auch die Online-Nutzer unter den Verbrauchern entwickelt. Der moderne Kunde erwartet von seinem Online-Shop weitaus mehr als nur die Möglichkeit, per Mausklick einen Einkauf tätigen zu können. Er will emotional angesprochen, durch verschiedene Kommunikationskanäle geleitet und zum eigentlichen Einkauf regelrecht verführt werden. Im Online-Shop selber erwartet er eine von positiven Gefühlen geprägte Einkaufswelt, die Appetit auf Produkte und Angebote macht und die den Spaß und die Freude beim Einkaufen deutlich in den Mittelpunkt stellt. Online-Händler, die es nicht verstehen, ihren Besuchern und Interessenten ein solches Erlebnis zu bereiten, werden im Kampf um Marktanteile und Kundensympathie nicht gut abschneiden. Es ist insofern höchste Zeit, sich auf die Bedingungen und Trends der heutigen Zeit einzustellen und den eigenen Online-Shop konsequent zu überarbeiten.

Unser Tipp: Betrachten Sie Ihre eigenen Shop-Seiten einmal ganz selbstkritisch mit den Augen eines fremden Besuchers. Ist die Struktur Ihres Shops rein technokratisch oder bieten Sie Ihren Interessenten und Kunden bereits ein emotionales und lustvolles Einkaufserlebnis? Wenn nicht, dann sollten Sie jetzt handeln und sowohl das Design als auch die Strukturen an die heutige Zeit und die Erwartungen moderner Verbraucher angleichen. Ansonsten könnten Sie schon bald den Anschluss verpassen.

Faktor 2: Seien Sie anders als Ihre Konkurrenten

Viele Online-Händler begehen nach wie vor einen eklatanten Fehler. Bevor sie sich für einen konkreten Geschäftsbereich entscheiden, erkunden sie die Märkte und siedeln sich dann selber in einem der Bereiche an, die sich bereits durch unzählige Mitbewerber auszeichnen. Sie vertrauen darauf, dass sich so viele Konkurrenten nicht irren können und geben sich der Hoffnung hin, dass von dem riesigen Kuchen der Massenmärkte schon ein paar ausreichend große Krümel für sie selber übrig bleiben werden. Hierbei handelt es sich allerdings um einen verhängnisvollen Irrtum, denn kaum eine Strategie im E-Commerce ist so kurzsichtig und erfolglos wie die Nachahmung eines Geschäftsmodells, dem bereits eine deutliche Mehrheit der Internetunternehmen nachgeht.

Stattdessen sollte man, dies gilt vor allem für die Newcomer und Einsteiger im Online-Handel, in einer interessanten Marktnische aktiv werden und seiner Zielgruppe einen Produktbereich bieten, der bislang noch nicht übermäßig stark repräsentiert ist. Auf diese Weise sichert man sich eine ausreichende Nachfrage, bleibt vor den Dumping-Preisen einer übergroßen Konkurrenz geschützt und hat es nicht zuletzt auch bei der Suchmaschinenoptimierung deutlich leichter. Schließlich muss man sich nicht erst mühevoll gegen die übermächtige Konkurrenz durchsetzen, bevor man mit eigenen Angeboten weit vorne auf den Ergebnisseiten von Google & Co. landet. Auch in Bezug auf die konkrete Beschaffenheit der Shop-Struktur und der Kundenkommunikation ist Originalität ein guter Ratgeber. Je stärker man sich vom Mitbewerb abgrenzt, desto deutlicher wird man von potenziellen Kunden wahrgenommen.

Unser Tipp: Bevor Sie Ihr eigenes Online-Unternehmen eröffnen, sollten Sie sich die Zeit nehmen, gründlich über eine aussichtsreiche Geschäftsidee nachzudenken und diese nach Möglichkeit in einer interessanten Nische anzusiedeln. Eine Marktnische zeichnet sich dabei grundsätzlich durch eine gute Nachfrage und ein unzureichendes Angebot aus. Recherchieren Sie daher am Markt nach Produktbereichen, die noch nicht von allzu vielen Händlern bedient werden und zu denen sich dennoch ein großes Kundeninteresse abzeichnet. Beginnen Sie bei der Suche nach der Marktlücke immer bei Ihren persönlichen Interessen und Vorlieben, da Sie sich damit besonders gut auskennen und den Markt besser beurteilen können als Ihre möglichen Konkurrenten.

Faktor 3: Mobile Commerce deutlich auf dem Vormarsch

Vielleicht kommt es Ihnen als professioneller Unternehmer im Internet seltsam vor, dass immer mehr Online-Nutzer das World Wide Web mit mobilen Endgeräten ansteuern und dabei gleichzeitig auch immer mehr Transaktionen mobil erledigen. Sie sind es selber vermutlich gewohnt, das Netz über einen großen Bildschirm zu erleben, der an einem gut ausgestatteten Arbeitsplatz positioniert ist. Aus dieser Perspektive muss es Ihnen komisch erscheinen, dass moderne Verbraucher das Internet stattdessen auf winzigen Displays von Smartphones oder Tablets nutzen und sich bei der Bedienung der Devices beinahe die Finger brechen. Und doch handelt es sich um einen Trend, der unaufhaltsam voran schreitet und schon heute ein Potenzial aufweist, das den klassischen PC-User in den Schatten stellt.

Immer mehr Verbraucher kaufen dabei inzwischen auch mit mobilen Endgeräten im Internet ein. Experten bezeichnen diese Form des Handels als M-Commerce und aktuelle Studien zeigen, dass der Anteil der auf diese Weise surfenden Verbraucher stetig wächst. Neben der Nutzung des World Wide Web von unterwegs aus ist auch ein Verhalten, das als Second Screen bezeichnet wird, immer häufiger zu beobachten. Dabei sitzt der Konsument zum Beispiel auf seinem Sofa vor dem TV-Gerät und verfolgt ein Programm, während er gleichzeitig ein Tablet in der Hand hat und sich in den sozialen Netzen mit Freunden über eine Sendung austauscht oder – an dieser Stelle wird es für Online-Händler spannend – nach einem bestimmten Produkt, das er gerade im TV gesehen hat, recherchiert und dieses unter Umständen auch direkt kauft. Es hat also wenig Zweck, wenn man als Internetunternehmer über diese neuen und modernen Verhaltensweisen der Verbraucher den Kopf schüttelt. Stattdessen sollte man diesen Trend ernst nehmen und den eigenen Shop an diese veränderten Gewohnheiten anpassen.

Unser Tipp: Überlegen Sie einmal ausgiebig, ob Sie Ihren Shop nicht in absehbarer Zeit auf ein responsives Webdesign umstellen wollen. Hierunter versteht man eine Programmierung von Web-Seiten, die automatisch erkennt, mit welchem Endgerät der Besucher sie betrachtet und die den Inhalt automatisch entsprechend anpasst. Auf diese Weise erhält der Konsument immer eine optimale Ansicht der Shop-Seiten und kann diese zudem auch mühelos mit seinem jeweiligen Gerät bedienen. Eine entsprechende Umstellung wirkt sich nachweislich sehr positiv auf die Verkaufsquote im Shop aus und reduziert die Anzahl an Kaufabbrüchen deutlich.

Faktor 4: Content is King – hochwertige Inhalte überzeugen

E-Commerce-Experten werden nicht müde, immer wieder zu betonen, wie wichtig heute ansprechende, lebendige und hochwertige Inhalte auf kommerziellen Internetseiten sind. Content is King. Diese Parole hat sich am Markt längst durchgesetzt und man kann immer mehr Auftritte von Online-Händlern entdecken, die sich den Grundsatz vom anspruchsvollen Inhalt längst zu Herzen genommen haben. Der Trend beruht auf einem deutlich veränderten Anspruch der modernen Online-Nutzer. Diese wünschen sich heute immer mehr Informationen rund um Produkte, Angebote und Dienstleistungen und wollen sich ausgiebig mit einem Thema beschäftigen und auseinandersetzen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen.

Für Online-Händler erfüllt der hochwertige Content dabei direkt mehrere wichtige Funktionen. Zum einen bietet er Verbrauchern einen guten Grund, sich ausgiebig mit einer Seite und ihrem Informationsangebot zu befassen und dementsprechend viel Zeit bei dem Anbieter zu verbringen. Damit erfüllt sich eine entscheidende Voraussetzung für mögliche Umsätze. Darüber hinaus erzeugt die intensive Auseinandersetzung mit einem Thema und ein ausgiebiges Angebot an Informationen und Inhalten beim Verbraucher Vertrauen. Er unterstellt dem Anbieter deutlich eher einen professionellen und seriösen Anspruch und eine zuverlässige Arbeitsweise als einem Online-Händler, der sich auf seinen Seiten kaum oder nur wenig mit seinen Produkten und deren thematischem Kontext beschäftigt. Weiterhin sorgen aktuelle, detaillierte und hochwertige Inhalte für gute Ergebnisse bei den Suchmaschinen. Google und andere Anbieter unterstellen bei einem entsprechenden inhaltlichen Angebot eine hohe Relevanz für Verbraucher und belohnen solche Seiten daher in der Regel mit einem guten Ranking. Dies wiederum sorgt für einen zuverlässigen Zufluss an neuen Besuchern, die sich intensiv mit dem angebotenen Content beschäftigen, womit sich der Kreis zum Vorteil des Händlers schließt.

Unser Tipp: Inhalte spielen im heutigen Online-Handel eine immer wichtigere Rolle. Als Händler sollten Sie deshalb spätestens jetzt über ein eigenes Content-Konzept nachdenken und Ihren Besuchern und Kunden Inhalte bieten, die sie wirklich interessieren. Arbeiten Sie in diesem Zusammenhang sowohl mit ausführlichen und anspruchsvollen Produkt- und Kategorie-Texten als auch mit kostenlosen Ratgebern, Sammlungen von Tipps und Hinweisen und einem eigenen Blog. Dehnen Sie Ihre Aktivitäten in Sachen Content darüber hinaus in die sozialen Netze aus und versorgen Sie Ihre Fans und Follower auch dort mit aktuellen und exklusiven Informationen.

Faktor 5: Zahlungssysteme entscheiden über Marktanteile

Der Bezahlvorgang im Online-Handel wird wohl für immer der neuralgische Punkt innerhalb der Bestellabwicklung bleiben. Psychologen wissen genau, warum das so ist. Während nämlich der eigentliche Vorgang des Einkaufs, also vor allem das Stöbern in einem Shop, die allmähliche Annäherung an einen bestimmten Artikel, die Auseinandersetzung mit seinen Eigenschaften und die Kaufentscheidung selber von sehr positiven Gefühlen begleitet ist, holt uns der Bezahlvorgang auf den Boden der Tatsachen zurück. In die eigene Geldbörse greifen zu müssen, führt uns vor Augen, dass wir das Geld zuvor sauer verdient haben und lässt uns besonders kritisch abwägen, ob eine Anschaffung wirklich nötig ist. In vielen Fällen siegt an dieser Stelle die Vernunft und für den Online-Händler ist der innere Kampf des Verbrauchers lediglich an einer Verschlechterung seiner Conversion-Rate zu spüren.

Die Anbieter von Zahlungssystemen im Online-Handel arbeiten sehr intensiv an diesen Aspekten und versuchen immer neue Möglichkeiten der Bezahlung zu ersinnen, die für den Verbraucher nicht oder kaum mit der Assoziation des Geldausgebens verbunden ist. Je weniger dem Käufer vor Augen geführt wird, dass er gerade im Begriff ist, eine Ausgabe zu tätigen, desto höher fällt die Chance auf einen erfolgreichen Einkauf aus. Vor diesem Hintergrund kann man sich leicht vorstellen, wie schädlich zum Beispiel die Zahlung per Vorkasse ist. Hier wird der Verbraucher vor dem eigentlichen Abschluss der Bestellung dazu „gezwungen“, sich mit seinem Konto und seinem aktuellen Kontostand auseinanderzusetzen. In sehr vielen Fällen führt der Blick auf das eigene Guthaben schließlich dazu, dass die Zahlung nie erfolgt und der Verkauf nicht zustande kommt.

Unser Tipp: Experten sind sich völlig einig darüber: Die beste Zahlungsmöglichkeit im Internet ist der Rechnungskauf. Hier spürt der Verbraucher am wenigsten, dass er gerade Geld ausgibt. Er braucht keine zusätzlichen Daten oder Informationen preiszugeben und konzentriert sich ausschließlich auf seinen Kaufwunsch und den eigentlichen Bestellvorgang. Darüber hinaus kommt eine solche Transaktion mit deutlich weniger Vertrauen gegenüber dem Händler aus, womit ein weiterer Grund für Kaufabbrüche entfällt. Denken Sie darüber nach, den Rechnungskauf in Ihrem Shop anzubieten. Durch die Zusammenarbeit mit entsprechend spezialisierten Dienstleistern ist diese Zahlungsmethode für Sie als Händler mit keinen Risiken mehr verbunden. Es gibt also keinen vernünftigen Grund seinen Kunden den Rechnungskauf zu verweigern.

 

Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.