Curated Shopping: Wie Sie den neuen Trend im Online-Handel nutzen

Während viele Frauen Stunden damit zubringen können, durch Ladenpassagen oder virtuelle Einkaufswelten zu bummeln, Produkte zu entdecken, Kleidungsstücke oder Accessoires anzuprobieren und Angebote zu vergleichen, ist einem großen Teil der Männer das ausgedehnte Shopping ein Graus. Online-Händler aus den USA bringen passend zu diesem Phänomen einen neuen Trend nach Europa, der sich speziell an Einkaufs- und Modemuffel richtet und der das Zeug dazu hat, deutliche Umsatzsteigerungen zu bewirken. Wir erklären Ihnen „curated shopping“ und zeigen Ihnen, wie Sie das Modell auch in Ihren Shop integrieren können.

Curated Shopping

In der heutigen Zeit sollte man mit voreiligen Rollenzuschreibungen vorsichtig sein. Längst nicht jede Frau und jeder Mann verhalten sich so, wie es der traditionellen Rolle entspricht und jeder genießt die Freiheit, sich so individuell zu entfalten und zu verwirklichen wie gewünscht. Und doch gibt es ein paar Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die sich wohl nie ändern werden. Hierzu zählt unter anderem die Einstellung gegenüber ausgedehnten Einkaufstouren in Sachen Mode. Ob in der Ladenpassage oder im Internet: Statistiken belegen immer wieder, dass sich Frauen deutlich länger und intensiver mit dem Entdecken, Vergleichen und Aussuchen von Kleidung beschäftigen wollen und können als ihre männlichen Gegenstücke.

Für Online-Händler im Bereich Bekleidung führt dies zu zwei ausgeprägten Effekten: Zum einen sind die Umsätze mit weiblichen Konsumenten hier um einiges höher, zum anderen sind es häufig die Frauen, die sich mit der Auswahl des neuesten Outfits für ihre Partner beschäftigen. Unter der Bezeichnung „curated shopping“ (übersetzt bedeutet dies so viel wie „betreutes Einkaufen“) haben US-amerikanische Modehändler eine neue Strategie entwickelt, um auch männliche Zielgruppen unmittelbar und direkt zu erreichen. Das Prinzip ist eigentlich sehr einfach: Der Händler selber stellt eine Auswahl von Kleidungsstücken und Accessoires zusammen, die er seinen männlichen Kunden zuschickt. Bei der Zusammenstellung lässt er sich von den Ergebnissen eines Fragebogens leiten, der dem Kunden zuvor vorgelegt wird. Dieser hat nun die Möglichkeit, sich die entsprechenden Outfits in Ruhe anzuschauen. Was gefällt, wird behalten. Produkte, die dem Kunden nicht zusagen, kann er auf einfache Weise zurückschicken.

Betreutes Einkaufen ist mit zahlreichen Vorteilen verbunden

Die bislang noch wenigen Anbieter, die sich bisher schon für ein betreutes Einkaufskonzept entschieden haben, berichten durchgängig von positiven Erfahrungen und guten Umsätzen. Dies ist nicht verwunderlich, da das „curated shopping“ für den Händler mit einer ganzen Reihe von deutlichen Vorteilen verbunden ist:

  • Interessante Effekte in Sachen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Verbesserte Kundenbindung und stabiler Vertrauensaufbau
  • Verkauf an Zielgruppen, die bisher nicht erreicht werden konnten
  • Höhere Umsätze (auch) durch die Bequemlichkeit der Kunden

Das innovative Konzept ist vielen Publikationen eine Meldung oder sogar einen eigenständigen Bericht wert. Somit stellt sich das betreute Einkaufen unter anderem als wirksamer PR-Motor dar. Es verleiht Online-Shops eine persönliche Note, die zur Vertrauensbildung beiträgt und bindet Kunden, die von dem Prinzip überzeugt sind, nachhaltig an das Unternehmen an. Modehändler erreichen mit den Einkaufsmuffeln zielsicher eine Konsumentengruppe, die bislang im E-Commerce kaum eine Rolle gespielt hat. Nicht zuletzt sind mit dem betreuten Einkaufen hohe zusätzliche Umsätze möglich, da es unmittelbar die Bequemlichkeit von Kunden anspricht. Hierzu zählt unter anderem auch der Effekt, dass manches Produkt behalten wird, auch wenn es nicht vollständig dem Geschmack des Empfängers entspricht.

Wenn Sie jetzt selber darüber nachdenken, das Prinzip „betreutes Einkaufen“ in Ihrem eigenen Shop anzubieten, dann helfen Ihnen die folgenden 5 Profitipps bei der Vorbereitung und der Umsetzung des innovativen …

INTERNETHANDEL Ausgabe Nr. 120 (10/2013) Die 10 Gebote eines erfolgreichen Start-ups Artikel aus Ausgabe Nr. 120 (10/2013)
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Das war ein Artikel aus der Ausgabe 10/2013. Nichts mehr verpassen! Abonnieren Sie jetzt INTERNETHANDEL.

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Über den Autor

Sebastian Huke

Sebastian Huke

Artikel des Autors

Sebastian Huke ist bereits seit 2011 Redakteur und Marketing-Manager beim E-Commerce-Magazin INTERNETHANDEL und seine Begeisterung für neue Geschäftsideen ist kein Geheimnis. Daher betreut er im Magazin sowie im Unternehmensblog die Bereiche Geschäftsideen und Gründung. So stellt Sebastian Huke regelmäßig neue Start-ups vor, führt Interviews, erarbeitet Gründerstorys und verfasst auch themenübergreifende Artikel in den Bereichen Online-Handel und Marketing.