Bereits zum zehnten Mal veröffentlichte die KfW Bankengruppe aus Frankfurt ihren Gründermonitor, der den deutschen Markt regelmäßig auf die Neugründung von Unternehmen hin untersucht und somit als wichtiges Barometer der Wirtschaft gilt.
Erstmalig nach sechs Jahren konnte in Deutschland wieder ein Anstieg der Neugründungen verzeichnet werden. Mit insgesamt 872.000 Aufnahmen von selbständiger Arbeit übertraf die Zahl der Neugründungen in 2009 die Werte aus dem Vorjahr um 10 Prozent. Interessant in diesem Zusammengang: Nach der Befragung reagierte rund jeder fünfte Gründer mit seiner Offensive auf den Druck, der durch die Wirtschaftskrise aufgebaut wurde und wird. Ebenfalls jeder fünfte der befragten Gründer war vor der Aufnahme der selbständigen Tätigkeit arbeitslos und fand im Übergang zur selbständigen Arbeit einen individuellen Ausweg aus der persönlichen Berufsmisere.
Insgesamt entstanden durch das Gründungsgeschehen in 2009 517.000 Vollzeitstellen, so dass die gestiegene Gründungswilligkeit einen deutlichen Effekt auf den Arbeitsmarkt hat. In Bezug auf die Finanzierung der neu gegründeten Unternehmen setzten rund 75 Prozent der Gründer auf vergleichsweise kleine Volumina von bis zu 25.000 Euro. Die konkrete Finanzierung des externen Geldbedarfs wird hierbei in der Regel über Darlehen, hier vor allem Bankdarlehen, Kontokorrentfinanzierungen und Förderkredite, dargestellt. Der KfW-Gründermonitor untersuchte im Rahmen der aktuellen Studie auch die mittelfristigen Überlebenschancen von neugegründeten Unternehmen. Hierbei stellte sich heraus, dass rund ein Viertel der Firmen die ersten drei Jahre am Markt nicht überstehen.