Die Online-Auktionsplattform lafeo: Ein neues System im Portrait

Die Online-Auktionsplattform lafeo

Seit dem 15.05.2010 steht Käufern und Verkäufern in Deutschland eine neue Auktionsplattform zur Verfügung, die nach eigenen Angaben bereits rund drei Millionen Produkte anzubieten hat. Es handelt sich um lafeo.de, ein Projekt der britischen Umbrella Network Ltd. mit Sitz in Birmingham. In der Grundstruktur ähnelt das System den gängigen Internet- Auktionshäusern, allen voran dem Markführer eBay. Dabei positionieren die Betreiber von lafeo ihre Plattform deutlich als Alternative zu den bisher verbreiteten Systemen. In diesem Zusammenhang wird vor allem darauf hingewiesen, dass lafeo.de an der „Flohmarkt-Mentalität“ orientiert ist, die einst die Grundlage des eBay-Gedankens war. Nichtsdestotrotz finden sich unter den Angeboten auch zahlreiche Neuwarenangebote gewerblicher Händler. Diese nutzen die unterschiedlichen Verkaufsmöglichkeiten, die lafeo für die angeschlossenen Verkäufer entwickelt hat. Hierzu zählen sowohl der Sofortkauf eines Produktes zu einem Festpreis als auch der Erwerb von Waren gegen Gebot. Ebenso ist es möglich, dass interessierte Verbraucher dem Anbieter ein individuelles Preisangebot unterbreiten, das von diesem abgelehnt oder angenommen werden kann.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den bereits etablierten Auktionsplattformen und dem neuen Portal lafeo besteht im Hinblick auf die Gebühren für Verkäufer. Grundsätzlich gilt, dass die Einstellung von Verkaufsangeboten sowohl für gewerbliche als auch für private Verkäufer kostenlos erfolgt. Während private Anbieter auch keine Verkaufsgebühren entrichten müssen, wenn ein Produkt erfolgreich gehandelt wird, erhebt lafeo von gewerblichen Händlern eine Gebühr in Höhe von 5 Prozent bezogen auf den Bruttoverkaufspreis. Diese Gebühr ist auf maximal 5,00 Euro begrenzt. Alternativ können sich gewerbliche Händler für eine von insgesamt zwei Verkaufsflatrates entscheiden. Wahlweise steht eine Monatspauschale in Höhe von 11,90 Euro oder eine Jahresgebühr in Höhe von 118,90 Euro zur Auswahl, die bei einem entsprechenden Abschluss sämtliche Verkaufsgebühren beinhaltet. Eine Besonderheit des Service von lafeo besteht in den universellen Möglichkeiten, Produkt- und Verkaufsdaten in das System des Auktionshauses zu übertragen. Ein eigenständig entwickelter Lister ist in der Lage, Daten aus unterschiedlichen Plattformen, genannt werden hier Beispiele wie eBay, Hood, XT-Commerce oder Afterbuy, zu übernehmen, sodass für die Händler der Aufwand einer doppelten Dateneingabe entfällt. Der Lister lässt sich selbst mit einer einfachen CSV-Datei steuern und erlaubt somit sogar die Übernahme von Daten aus individuell erstellten Systemen ohne standardisierte Schnittstellen.

 

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Ausgabe 89 [03/2011]

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