Das US-amerikanische Internet-Magazin auctionBYTES hat in einer Umfrage unter amerikanischen Online-Händlern herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Befragten ihre internationalen Handelsaktivitäten intensivieren wollen. 53 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage bestätigten eine entsprechende Planung, während sich 47 Prozent gegen den internationalen Handel aussprachen. Exportiert wird hier vor allem nach Kanada und Großbritannien, während auch zunehmend Käufer aus Australien, Frankreich und Italien einen wachsenden Anteil ausmachen. Neben dem Vorteil einer stark vergrößerten Kundengruppe profitieren die Händler hierbei in vielen Fällen auch von vorteilhaften Wechselkursen und optimieren so ihre Gewinne. Einige der Händler, die bereits damit begonnen haben, ihre Produkte auch international zu verkaufen, geben an, dass der Anteil des Außenhandels bereits im zweistelligen Prozentbereich verglichen mit dem Gesamtumsatz liegt. Entsprechend aufgestellte Händler beschäftigen sich teilweise bereits mit der Möglichkeit, ihren ausländischen Kunden einen kostenlosen Versand anbieten zu können und planen eine weitere Ausdehnung der internationalen Handelsaktivitäten.
Für Händler, die ihren Verkauf noch nicht auf andere Staaten ausgedehnt haben, spielt hier vor allem der damit einhergehende zusätzliche Arbeitsaufwand eine Rolle. Diese stünde in keinem Verhältnis zu den erzielbaren Umsätzen. Auch die Kosten für den internationalen Versand erscheinen den Befragten zu hoch. Weitere Argumente gegen den Außenhandel sind die langen Lieferzeiten beim Auslandsversand oder die Problematik, hier eine rechtsgültige Versandbestätigung zu erhalten. Auch der PayPal-Käuferschutz bei Verkäufen über eBay schneidet bei der Befragung nicht sonderlich gut ab. Ein Händler kritisiert die hohen Kosten des Services und denkt über alternative Vertriebsplattformen für den internationalen Handel nach.
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Ausgabe 91 [05/2011]