Seit 2006 gehört DaWanda zu den bekannten Online-Marktplätzen in Deutschland. Der besondere Kniff: In dem Portal werden ausschließlich selbst gemachte Produkte angeboten. Künstler, Designer, handwerklich Interessierte und kleine Familienunternehmen bieten auf dem Marktplatz vor allem Kleidung, Einrichtungsgegenstände oder auch selbst hergestelltes Essen an. Das Konzept wurde von der amerikanischen Plattform „Etsy“ übernommen, die bereits im Jahr 2005 gestartet war. Pünktlich zum fünften Geburtstag haben sich jetzt ein neuer und ein bereits bestehender Gesellschafter zu einem üppigen Geburtstagsgeschenk entschlossen. Vorwerk Ventures und der britische Investor Piton Capital (seit 2010 an DaWanda beteiligt) legen zusammen und spendieren dem Unternehmen eine Finanzspritze in Höhe von vier Millionen Euro.
Derzeit stehen auf der Plattform von DaWanda mehr als 1,9 Millionen Produkte von über 120.000 Anbietern zur Auswahl. Seinen Gewinn erzielt das Unternehmen durch eine geringe Einstellgebühr und eine Verkaufsprovision in Höhe von 5 Prozent. Claudia Helming, Gründerin und Geschäftsführerin der DaWanda GmbH begründet den bahnbrechenden Erfolg des Unternehmens so: “Noch vor fünf Jahren hätte uns niemand geglaubt, dass handgemachte Produkte außerhalb von Nischenmärkten Absatz finden würden. Wir haben vor allem in Deutschland zu einem wahrnehmbaren Imagewandel von Selbstgemachtem beigetragen und damit eine neue Kategorie geschaffen”. Die Investitionssumme soll vor allem in die Expansion von DaWanda in Richtung ausländischer Märkte fließen. Hierbei stehen zunächst europäische Länder auf der Wunschliste des Unternehmens. Als erster Zielmarkt wurde bereits Frankreich anvisiert. Die Geschäftsführung sieht im Nachbarland das bisher größte Potenzial. Zusätzlich wird auch der Personalstamm der DaWanda GmbH wachsen. Die derzeit gut 60 Mitarbeiter sollen sich in absehbarer Zeit verdoppeln.
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Ausgabe 99 [01/2012]